Mittwoch, 8. Januar 2014

Papst über schwule Priester

Ja zu Homosexuellen - Nein zur Homosexualität

Als Papst Franziskus über gleichgeschlechtliche Neigungen sprach, weckte er das Interesse der Medien – und falsche Hoffnungen. Denn neu ist an der Position nichts. Von Frank Ochmann 

Wer bin ich, dass ich über ihn richte?" Das war jene Frage, mit der Papst Franziskus auch seinen Rückflug vom gefeierten Weltjugendtag in Rio de Janeiro zu einem Medienereignis erster Güte werden ließ. Und weil sich die inzwischen so oft zitierte Frage auf Homosexuelle bezog, wurde daraus schnell so etwas wie eine Revolution der katholischen Morallehre gemacht. Der Papst lehne Homosexuelle nicht mehr ab, hieß es, sie dürften jetzt auch Priester werden. Und irgendwie schien damit alles ins Rutschen zu kommen, was noch bis Rio in Sachen Moral gegolten hatte. Dass der Papst im selben Pressegespräch an Bord seines Fliegers die Priesterweihe für Frauen knallhart und offenbar für alle Zeiten ausschloss – "Diese Tür ist zu." – irritierte zwar manche, nahm seiner vermeintlichen Toleranz den Schwulen gegenüber aber nicht den medialen Glanz des Neuen. Doch neu ist rein gar nichts an der Position des Papstes.

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