Montag, 3. März 2014

Homosexuelle Pärchen

Gleich und gleich - weltweit

Welche Bilder schweben Ihnen vor, wenn Sie an romantische Pärchenfotos denken? Genau! Das dachte sich auch US-Fotograf Braden Summers und machte es in seiner Bilderstrecke einfach ganz anders.

Romantische Bilder von Pärchen kennt jeder: Frau und Mann eng umschlungen, mit innigem Blick. Genau diese eingefahrene Vorstellung wollte US-Fotograf Braden Summers durchbrechen. Statt der gewöhnlichen Frau-Mann-Konstellation lichtete Summers in seiner Bilderstrecke homesexuelle Paare auf der ganzen Welt ab. Sein Projekt zeigt jedoch nicht stereotypische Darstellungen von homosexuellen Paaren, sondern präsentiert ikonische romantische Szenen - und das mit beeindruckendem Ergebnis.

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Uganda

Wissenschaft im Dienst gegen Schwule

Ugandas Machthaber verdrehen Aussagen von Wissenschaftlern, um gegen Homosexuelle zu hetzen. Die Forscher sind empört - und machtlos.

Von Michael Balter

Jetzt soll die Wissenschaft verantwortlich sein. Als Ugandas Präsident Yoweri Museveni Anfang dieser Woche das umstrittene Gesetz gegen Homosexualität unterzeichnet, berief er sich auf das Gutachten eines Wissenschaftler-Komitees, das das Gesundheitsministerium einige Wochen zuvor eingesetzt hatte. "Dessen einstimmige Schlussfolgerung war, dass Homosexualität, entgegen meiner bisherigen Meinung, durch die Umwelt und nicht durch die Gene ausgelöst wird", schrieb Museveni an US-Präsident Barack Obama, der ihn gebeten hatte, das Gesetz nicht zu unterschreiben. "Sie ist erlernt und kann wieder verlernt werden."


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Open Games“ in Moskau

Russland stört homosexuelles Sportfest

In Moskau läuft das internationale Sport- und Kulturfestival „Open Games“. Doch die Veranstaltungen werden immer wieder sabotiert: Bombendrohungen verhindern die Eröffnungsfeier, die Kühlmaschine der Eisbahn fällt aus.

Die Olympischen Spiele in Sotschi sind zu Ende, damit ist auch die Schonzeit vorbei für die Homosexuellen und ihre Unterstützer in Russland - zumindest bis die Paraolympics beginnen und die internationale Öffentlichkeit wieder nach Russland schaut. Im Schatten der Ereignisse in der Ukraine finden in dieser Woche in Moskau die „Open Games“ statt, ein Sport- und Kulturfestival organisiert von homosexuellen Gemeinschaften.  Rund 500 Teilnehmer aus Russland, Deutschland, Frankreich, Kanada und Holland sind seit dem 26. Februar in Moskau. Sie kommen nicht nur zusammen, um Basketball oder Fußball zu spielen, sondern diskutieren gemeinsam über die Lage der Menschenrechte in ihren Ländern.

Gleichstellung erreicht! Und dann?

Der grüne Bundesrat Marco Schreuder stellt sich in seinem equwality-Gastkommentar die Frage, worüber man sich Gedanken machen muss, sobald die rechtliche Gleichstellung der LGBT-Community erfolgt ist. 

Gastkommentar von Marco Schreuder

Wenn über das Thema Bi-, Trans-, Inter- und Homosexualität öffentlich diskutiert wird, geht es vor allem um rechtliche Fragen. Sei es der Zugang zu Partnerschafts- und Eherecht, sei es der rechtliche Schutz vor Diskriminierungen oder der Zugang zu Adoptionsrecht und medizinisch unterstützter Fortpflanzung. In Österreich ist da noch nicht alles erreicht, aber das scheint eher eine Frage des „wann“, und nicht des „ob“ zu sein. Denn in vielen Staaten Europas ist die rechtliche Gleichstellung erreicht.
Ist das ein Grund die Arbeit einzustellen? Ist das Erreichen aller rechtlicher und politischer möglicher Maßnahmen ein Grund zu sagen: Wir haben alles erreicht. Wir können unsere Initiativen, Vereine, usw. auflösen?
Ein Blick in durchaus verwandte Themenbereiche beantwortet diese Frage. Obwohl in vielen Ländern Antisemitismus von der (nahezu) gesamten Politik abgelehnt wird, sind Beobachtungsstellen dafür nach wie vor notwendig. Und machmal gibt sich Antisemitismus noch sofort als solche zu erkennen, sondern wird verklausuliert. Frauen-Gleichstellung gilt in ganz Europa als selbstverständlicher Bestandteil der Politik seit Jahrzehnten. Und trotzdem existiert nach wie vor ein Gender-Gap in Einkommen.

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«Die Jugend ist heute weniger sexualisiert»

Kinderpsychiaterin Dagmar Pauli weiss, ab wann Aufklärung sinnvoll und warum sie wichtig ist. Bald stimmen wir darüber ab, ob Kinder bereits im Kindergarten Sexualerziehung brauchen. 

Die Initiative «Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» ist offiziell zustande gekommen. Das teilte die Bundeskanzlei unlängst mit. Die Vorlage wendet sich gegen die Vorstellung, dass Kinder von Geburt an sexuelle Wesen seien und dass ihnen das auch vermittelt werden soll. Wie sehen Sie das?

Der Ausdruck «sexuelles Wesen» weckt bei Erwachsenen falsche Vorstellungen. Gemeint ist, dass bereits Neugeborene auf Körperkontakt angewiesen sind und auch aktiv das Bedürfnis nach Zärtlichkeiten haben. Kleine Kinder interessieren sich auch bereits für ihre Geschlechtsteile und spielen damit herum. Das ist eine Art von sexueller Lust, die aber nicht mit derjenigen eines Erwachsenen zu vergleichen ist. 

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Demos in Stuttgart:

Zwischen Indoktrination und Normalität 

"Schützt unsere Kinder", rufen die einen. Um Normalität bitten die anderen. Das Thema Homosexualität im Unterricht treibt die Menschen auf die Straße. Wie bekommt Grün-Rot da Ruhe rein?


Stuttgart. Sie steht mit einem Plakat auf dem Schlossplatz, er mit einer Regenbogenflagge auf dem Markt. Sie sieht die Familie als "Kern unserer Gesellschaft" bedroht, er möchte vor allem Normalität für Homosexuelle. Beide gehen an diesem Samstagmittag auf die Straße, um ihre Meinung zum umstrittenen grün-roten Bildungsplan 2015 kundzutun. Die geplante Aufwertung des Themas sexuelle Vielfalt im Unterricht an Baden-Württembergs Schulen bewegt die Menschen wie kaum ein zweites. Die Extremsten auf beiden Seiten müssen später sogar von Polizisten auf Pferden auseinandergehalten werden. Stuttgart ist wieder Demostadt.

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"Mögen muss man gar nichts, nur tolerieren"

Rund 14 Prozent der Deutschen haben homophobe Einstellungen. Das harmonische Miteinander wird dadurch gestört. Nordrhein-Westfalens Emanzipationsministerin Steffens weiß, was uns fehlt: Gelassenheit. 
Von Till-R. Stoldt

Gehört in ärztliche Behandlung, wer die Gleichstellung homosexueller Paare ablehnt? Sind Warnungen vor vermeintlicher Homophobie unfair oder noch immer nötig? Und was bedeutet der umstrittene Begriff überhaupt? In der jüngst aufgeflammten Homophobie-Debatte blieben so einige Fragen unbeantwortet, meint die Grüne Barbara Steffens. Im Interview versucht die nordrhein-westfälische Emanzipationsministerin sie zu beantworten – und wirbt für mehr Gelassenheit auf allen Seiten.

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