Homosexualität: Liebe zum eigenen Geschlecht bleibt rätselhaft
von FOCUS-Online-Autorin Petra Apfel
10. März 1994: Paragraph 175, der Homosexuelle seit 1872 ins Gefängnis bringen konnte, wird aufgehoben. Heute gehören schwule und lesbische Paare zum Alltagsbild. Die Wissenschaft rätselt, woher die leidenschaftliche Liebe zum eigenen Geschlecht kommt.
An 24. Februar 2014 unterschrieb Ugandas Präsident Museveni ein Gesetz, das Homosexuelle lebenslang ins Gefängnis bringen kann. Indiens Oberster Gerichtshof hatte zum Jahresende Homosexualität wieder als strafbar erklärt. Russland verbietet seit Sommer 2013 homosexuelle "Propaganda". 20 Jahre nachdem in Deutschland das Gesetz gegen gleichgeschlechtlichen Sex fiel, ist die Stimmung in vielen Ländern der Welt gegen Schwule und Lesben feindseliger geworden. in 70 Ländern droht ihnen Gefängnis, in neun sogar der Tod.
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Donnerstag, 13. März 2014
Coming-out in Berlin
"Manche sagten, dass ich stinke"
Von Yulian Ide
Ein 16-jähriger Koreaner erzählt, wie schwer es ist, in der Schule offen schwul zu sein. Denn „Homo“ und „schwule Sau“ sind immer noch gängige Beleidigungen – egal, ob in Wedding oder in Wannsee.
Jeden Morgen läuft er allein die Straße entlang, ganz in Schwarz gekleidet und hört traurige Musik über seine Kopfhörer. Wenn Jisu* von seinem früheren Schulweg erzählt, klingt es fast wie der Gang zu einer Beerdigung. „Morgens war ich immer ziemlich emo“, sagt der 16-Jährige heute und meint damit die emotionale Zeit an seiner ehemaligen Schule, an der er von seinen Mitschülern gemobbt wurde. Weil er schwul ist.
Sehr „emo“ war er an den Tagen, an denen er Sportunterricht hatte. Da zog er sich lieber auf der Toilette um statt in der Umkleidekabine, um nicht den Beleidigungen der anderen Jungen ausgesetzt zu sein. Jisu wurde von sein Mitschülern gemobbt, sie hielten den kleinen Asiaten für weichlich.
Von Yulian Ide
Ein 16-jähriger Koreaner erzählt, wie schwer es ist, in der Schule offen schwul zu sein. Denn „Homo“ und „schwule Sau“ sind immer noch gängige Beleidigungen – egal, ob in Wedding oder in Wannsee.
Jeden Morgen läuft er allein die Straße entlang, ganz in Schwarz gekleidet und hört traurige Musik über seine Kopfhörer. Wenn Jisu* von seinem früheren Schulweg erzählt, klingt es fast wie der Gang zu einer Beerdigung. „Morgens war ich immer ziemlich emo“, sagt der 16-Jährige heute und meint damit die emotionale Zeit an seiner ehemaligen Schule, an der er von seinen Mitschülern gemobbt wurde. Weil er schwul ist.
Sehr „emo“ war er an den Tagen, an denen er Sportunterricht hatte. Da zog er sich lieber auf der Toilette um statt in der Umkleidekabine, um nicht den Beleidigungen der anderen Jungen ausgesetzt zu sein. Jisu wurde von sein Mitschülern gemobbt, sie hielten den kleinen Asiaten für weichlich.
Dienstag, 11. März 2014
Neues von kath.net
Bildungsplan: Tolerieren, aber nicht akzeptieren
Stuttgart (kath.net/idea)
"Sowohl die EKD in ihrer sogenannten Orientierungshilfe als auch das
baden-württembergische Kultusministerium haben es bisher versäumt
aufzuzeigen, ob und welche Grenzen es überhaupt noch gibt.
Beispielsweise wird Polygamie nicht abgelehnt. Unter den
'Bildungsplanbefürwortern' gibt es auch Pädophile." Darauf wies Hartmut
Steeb, der in Stuttgart wohnende Generalsekretär der Deutschen
Evangelischen Allianz, hin. Steeb zählt zu den Kritikern des Entwurfs
für einen neuen baden-württembergischen Bildungsplan.
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Kommentar Andy
Ein Kritiker des Entwurfs für einen neuen
baden-württembergischen Bildungsplan ist der in Stuttgart wohnende
Generalsekretär der Deutschen Evangelischen Allianz, Hartmut Steeb.
idea-Redakteur Klaus-Peter Grasse hat mit ihm gesprochen
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Kommentar Andy
Wenn ich derartiges Geschreibsel lese, fällt mir immer ein Zitat von Albert Einstein ein, der einmal sagte: "„Zwei Dinge sind unendlich, das Universum
und die menschliche Dummheit, aber bei dem Universum bin ich mir noch
nicht ganz sicher.“
Schauen wir uns doch mal einige Punkte etwas genauer an.
„Warum soll ich kein guter Papa sein?“
Ist die Gesellschaft weiter als die Politik? Offiziell dürfen homosexuelle Paare kein Kind haben. Realität ist, dass es bereits Familien gibt, wo Kinder mit zwei Papas oder zwei Mamas leben.
Von Liane Pircher
Innsbruck – Svenja (Name von der Red. geändert) ist ein „Becherkind“. Weil sich ihre beiden Mamas vor drei Jahren von ganzem Herzen ein Kind gewünscht haben, half ein schwuler Freund aus und spendete seinen Samen in einem Pappbecher. Eine andere Möglichkeit zu einem Kind zu kommen, sah das Lesben-Paar nicht. Heute hat Svenja zwei Mamas und einen biologischen Papa. Sporadisch gibt es Kontakt zum Vater des Kindes. Rein rechtlich ist nur eine Mama Alleinerzieherin.
Solange ihr nichts zustößt, ist die Welt für die kleine Familie in Ordnung: „Wenn mir allerdings was passiert und die Behörden blöd entscheiden, hat meine Partnerin kein Recht auf unser Kind und es kommt zu einer Pflegefamilie“, ärgert sich Maria, die nur mit Vornamen genannt werden will. Viele Homosexuelle hätten einen Kinderwunsch, die meisten würden diesen jedoch mangels Chancen auf Realisierung abschreiben, sagt Sven Hofer. Der 40-Jährige ist Berater bei der HOSI Tirol und Mitgründer des Vereines „Vielfalt“, der sich für so genannte „Regenbogenfamilien“ starkmacht. Patchwork-Familien wie jene von Maria seien keine Seltenheit, sagt Sven Hofer.
Weiterlesen auf www.tt.com
Von Liane Pircher
Innsbruck – Svenja (Name von der Red. geändert) ist ein „Becherkind“. Weil sich ihre beiden Mamas vor drei Jahren von ganzem Herzen ein Kind gewünscht haben, half ein schwuler Freund aus und spendete seinen Samen in einem Pappbecher. Eine andere Möglichkeit zu einem Kind zu kommen, sah das Lesben-Paar nicht. Heute hat Svenja zwei Mamas und einen biologischen Papa. Sporadisch gibt es Kontakt zum Vater des Kindes. Rein rechtlich ist nur eine Mama Alleinerzieherin.
Solange ihr nichts zustößt, ist die Welt für die kleine Familie in Ordnung: „Wenn mir allerdings was passiert und die Behörden blöd entscheiden, hat meine Partnerin kein Recht auf unser Kind und es kommt zu einer Pflegefamilie“, ärgert sich Maria, die nur mit Vornamen genannt werden will. Viele Homosexuelle hätten einen Kinderwunsch, die meisten würden diesen jedoch mangels Chancen auf Realisierung abschreiben, sagt Sven Hofer. Der 40-Jährige ist Berater bei der HOSI Tirol und Mitgründer des Vereines „Vielfalt“, der sich für so genannte „Regenbogenfamilien“ starkmacht. Patchwork-Familien wie jene von Maria seien keine Seltenheit, sagt Sven Hofer.
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Gleichberechtigung für Homosexuelle
Abschaffung des Paragrafen 175 - das Ende der Schande
123 Jahre lang machte der Paragraf 175 Homosexuellen das Leben zur Hölle. Vor 20 Jahren fiel er - und volle Gleichberechtigung wurde erstmals möglich.
von Andrea Dernbach
Vor 20 Jahren war Schluss. Da zog der Bundestag einen späten Strich unter mehr als ein Jahrhundert Kämpfe und Leiden und schaffte den berühmt-berüchtigten Homosexuellen-Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuchs ab. Die Liebe zwischen Männern ist seither kein Fall für die Staatsanwaltschaft mehr.
123 Jahre zuvor war männliche Homosexualität erstmals in ganz Deutschland mit harten Strafen belegt – und liberalere Gesetze, etwa in Bayern, damit kassiert worden.
Gleich zu Beginn schuf das frisch gegründete Kaisereich am 15. Mai 1871 jenen Paragrafen 175, in dem es hieß: „Die widernatürliche Unzucht, welche zwischen Personen männlichen Geschlechts oder von Menschen mit Thieren begangen wird, ist mit Gefängniß zu bestrafen; auch kann auf Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte erkannt werden.“ Die Nationalsozialisten verschärften den 175 im Jahre 1935 weiter: Sie kriminalisierten nun nicht nur schwulen Geschlechtsverkehr, sondern jede Form mann-männlicher Intimität und setzten die Strafen von einem halben auf fünf Jahre herauf. Tausende Homosexuelle kamen in KZs, nur wenige überlebten die Torturen.
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123 Jahre lang machte der Paragraf 175 Homosexuellen das Leben zur Hölle. Vor 20 Jahren fiel er - und volle Gleichberechtigung wurde erstmals möglich.
von Andrea Dernbach
Vor 20 Jahren war Schluss. Da zog der Bundestag einen späten Strich unter mehr als ein Jahrhundert Kämpfe und Leiden und schaffte den berühmt-berüchtigten Homosexuellen-Paragrafen 175 des deutschen Strafgesetzbuchs ab. Die Liebe zwischen Männern ist seither kein Fall für die Staatsanwaltschaft mehr.
123 Jahre zuvor war männliche Homosexualität erstmals in ganz Deutschland mit harten Strafen belegt – und liberalere Gesetze, etwa in Bayern, damit kassiert worden.
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Regenbogenkinder Sind Schwule und Lesben die besseren Eltern?
Die Gleichstellung homosexueller Paare ist auf dem besten Weg. Mit dem Abbau von Hürden, zum Beispiel bei der Adoption, wächst eine neue Generation heran: die Regenbogenkinder. Homosexuelle Familien gibt es in den verschiedensten Konstellationen: zwei lesbische Mütter, zwei schwule Väter, aber auch beides in Kombination, mit Adoptivkindern, mit Pflegekindern, mit Kindern aus einer Samenspende. Oft aber auch mit Kindern aus einer vorherigen heterosexuellen Beziehung. Das alleine schon macht die Forschung sehr schwer. Denn ein Kind, das beide Familienmodelle kennt, wächst anders auf als eines, das in eine Regenbogenfamilie hineingeboren ist. Eines aber weiß man sicher: Der Großteil der Regenbogenkinder sind echte Wunschkinder und damit entscheidend im Vorteil.
Die "normale Familie" als Bild, aber nicht als Abbild der Gesellschaft
Wenn es um Familie geht, sind wir alle Experten. Jeder hat eine Familie, in der er aufgewachsen ist und jeder hat eine Vorstellung davon, wie Familie auszusehen hat. Die Tatsache, dass Homosexualität heute nicht mehr gleichzusetzen ist mit Kinderlosigkeit, bringt dieses innere Bild ins Wanken. Zu Unrecht, meint der Jugendforscher und Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. "Die junge Generation von Lesben und Schwulen hat viel weniger Interesse, die Welt zu verändern. Sie wollen ein Leben führen, das in gewisser Weise traditionellen Mustern entspricht: mit festem Partner, Wohnung, Auto, Garten und Kind." In Ländern wie Schweden hat sich die Zahl der Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Eltern leben, seit dem Ende der 90er Jahre verzehnfacht. In Deutschland sind Regenbogenfamilien selbst in vielen Großstädten noch eher die Ausnahme.
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Die "normale Familie" als Bild, aber nicht als Abbild der Gesellschaft
Wenn es um Familie geht, sind wir alle Experten. Jeder hat eine Familie, in der er aufgewachsen ist und jeder hat eine Vorstellung davon, wie Familie auszusehen hat. Die Tatsache, dass Homosexualität heute nicht mehr gleichzusetzen ist mit Kinderlosigkeit, bringt dieses innere Bild ins Wanken. Zu Unrecht, meint der Jugendforscher und Sozialwissenschaftler Klaus Hurrelmann. "Die junge Generation von Lesben und Schwulen hat viel weniger Interesse, die Welt zu verändern. Sie wollen ein Leben führen, das in gewisser Weise traditionellen Mustern entspricht: mit festem Partner, Wohnung, Auto, Garten und Kind." In Ländern wie Schweden hat sich die Zahl der Kinder, die mit gleichgeschlechtlichen Eltern leben, seit dem Ende der 90er Jahre verzehnfacht. In Deutschland sind Regenbogenfamilien selbst in vielen Großstädten noch eher die Ausnahme.
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Bildungsplan in Baden Württemberg
Stimmen für Verschiebung des Bildungsplans werden lauter
Der Bildungsplan 2015 steht schwer unter Beschuss. Immer mehr Politiker und Verbände fordern eine Verschiebung. Insbesondere bewegt die Menschen, wie und ob das Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt in die Reform eingebracht werden soll.
Von Julia Giertz
Die Stimmen für eine Verschiebung des Bildungsplans 2015 werden immer lauter. Nach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert auch der Lehrerverband VBE eine Überarbeitung des Papiers, in dem die Akzeptanz sexueller Vielfalt „absolut überhöht“ werde. Die Grünen im Landtag erwägen zumindest, die Reform zu verschieben, so dass sie um zwölf Monate verspätet im Schuljahr 2016/17 starten könne.
Der Bildungsplan 2015 steht schwer unter Beschuss. Immer mehr Politiker und Verbände fordern eine Verschiebung. Insbesondere bewegt die Menschen, wie und ob das Thema Akzeptanz sexueller Vielfalt in die Reform eingebracht werden soll.
Von Julia Giertz
Die Stimmen für eine Verschiebung des Bildungsplans 2015 werden immer lauter. Nach der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft fordert auch der Lehrerverband VBE eine Überarbeitung des Papiers, in dem die Akzeptanz sexueller Vielfalt „absolut überhöht“ werde. Die Grünen im Landtag erwägen zumindest, die Reform zu verschieben, so dass sie um zwölf Monate verspätet im Schuljahr 2016/17 starten könne.
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