Freitag, 13. Dezember 2013

Urteil gegen Arbeitgeber: Europäischer Gerichtshof stärkt Homo-Ehe

Homosexuelle Paare gehen mit einer Lebenspartnerschaft Verpflichtungen ein, die denen einer Ehe gleichen. Deshalb müssen Arbeitgeber Schwulen und Lesben laut einem EU-Urteil die gleichen Vergünstigungen gewähren wie Verheirateten. Geklagt hatte der Angestellte einer französischen Großbank.

Luxemburg/Brüssel -Homosexuelle, die sich für eine rechtlich gesicherte Partnerschaft entscheiden, haben die gleichen Verpflichtungen und damit auch die gleichen Rechte wie Ehepaare. Das hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) in Luxemburg am Donnerstag entschieden. Demnach haben Lebenspartner Anspruch auf die gleichen Vergünstigungen wie Verheiratete.

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Israel weiht Homo-Mahnmal ein

Der Staat Israel gedenkt erstmals in einem Mahnmal auch den homosexuellen Opfer der Nationalsozialisten.

In Tel Aviv ist am Dienstag das erste Mahnmal für verfolgte Schwule und Lesben im Dritten Reich errichtet worden. Das Beton-Monument besteht aus mehreren Dreiecken und befindet sich im Meir-Park vor einem schwul-lesbischen Zentrum, das dort 2008 errichtet worden war. Damit wird zum ersten Mal in Israel an nichtjüdische Opfer des Holocaust erinnert.

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Homosexualität in Indien

Ein Funke Hoffnung bleibt

Das Urteil gegen Homosexuelle in Indien ist ein krasser Rückschlag für die liberale Bewegung des Landes. Schwule und Lesben empfinden den Richterspruch als niederschmetternd. Allerdings gibt ein Hinweis an den Gesetzgeber zumindest ein Fünkchen Hoffnung. 
Ein Kommentar von Tobias Matern
 
In Indien sind intime Beziehungen nach weit verbreiter Meinung Mann und Frau vorbehalten. Homosexualität ist tabuisiert, gleichgeschlechtlicher Sex war aber bis Mittwoch zumindest nicht strafbar. Das Oberste Gericht hat einer untergeordneten Instanz widersprochen, die dies vor vier Jahren entkriminalisiert hatte.

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Hip-Hop sucht Veränderung

Viele Rapper im Hip-Hop gelten als homophob. Doch gerade im viel gerügten amerikanischen Rap tut sich derzeit viel in Sachen Toleranz gegenüber Homosexualität. Und auch im deutschen Rap stehen die Zeichen auf Wandel. 

"Wäre ich schwul, würde ich denken, Hip-Hop hasst mich", sagt der aus Seattle stammende Rapper Macklemore in seinem Song "Same Love". Er meint damit die im Rap alltägliche Verwendung von Wörtern wie "schwul" als Beleidigung und Herabwürdigung.
Tobias Kargoll, Chefredakteur des Online-Magazins "Hip-Hop.de" sagt, dass "die Hip-Hop-Kultur keine bestimmte Haltung zu Homosexualität beinhaltet. Hip-Hop allgemein und Rap im Speziellen hatten aber immer Wettbewerbscharakter. Um im verbalen Wettbewerb sich selbst auf - und andere abzuwerten, bot sich das Klischee des femininen Homosexuellen an, um die Männlichkeit des Kontrahenten in Frage zu stellen." Das sei zwar diskriminierend, sollte aber nicht überinterpretiert werden, so Kargoll. "Man findet sicherlich auch außerhalb von Rap eine Menge diskriminierender Ausdrücke, die nicht so gemeint sind, aber dennoch so wirken."

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Dirigent wegen Putins Schwulen-Politik unter Beschuss

Waleri Gergijew, der künftige Chef der Münchner Philharmoniker und Putin-Freund, muss sich weltweit Protesten stellen.

 Neben der Sopranistin Anna Netrebko ist Stardirigent Waleri Gergijew einer der wichtigsten musikalischen Botschafter seines Heimatlandes - und ein enger Vertrauter von Russlands Staatspräsident Wladimir Putin. Die Nähe zu dem umstrittenen Politiker, der den Künstler sogar zum «Helden der Arbeit» ernannte, ist Gergijew jetzt zum Problem geworden.
Aktivisten der schwul-lesbischen Szene hatten bereits am Rande von Gergijew-Auftritten in New York und London gegen Putins homophobe Politik demonstriert. Nun stehen dem Maestro auch in München Proteste ins Haus. Für den 18. Dezember hat die Wählerinitiative Rosa Liste zu einer Demonstration vor der Philharmonie aufgerufen. Motto: «To Russia with Love!» An diesem Abend wird Gergijew in der Münchner Philharmonie mit seinem künftigen Orchester ein Strawinsky-Programm aufführen.

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IG vernünftige Sexualkunde für den Schutz von homosexuellen Jugendlichen

Die Interessengruppe für eine vernünftige Sexualkunde stellt sich gegen die Äusserungen des Churer Bischofs Vitus Huonder, welche die Thematisierung von Homosexualität an den Schulen betreffen. Die IG besteht aus Mitgliedern von Jungen Grünen, Grünen, Juso, SP, Grünliberalen, CVP, BDP, FDP und SVP. Aus Sicht der IG sollen die Kinder und Jugendlichen Hetero-, Bi- und Homosexualität als gleichwertige Lebensformen akzeptieren. «Aufgrund der homophoben Sprüche, Beleidigungen, Diskriminierungen und bisweilen sogar Mobbing sind Suizidversuche bei jungen Schwulen bis zu fünfmal so häufig wie bei heterosexuellen Jugendlichen», warnt die Interessengruppe in einer Mitteilung am Tag der Menschenrechte vom 10 Dezember. Die Schule müsse abwertende Bemerkungen und ausgrenzendes Verhalten gegenüber Homosexuellen konsequent unterbinden.

Entgegen Huonders einseitiger Darstellung, dass die Forderung der Gleichstellung von hetero- bi- und homosexuellen Menschen und Transmenschen der Genderwissenschaft entspringe, verweist die IG darauf, dass das Diskriminierungsverbot ein Teil der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ist. Es sei äusserst bedenklich, dass ein Kirchenmann zum Tag der Menschrechte einen diskriminierenden Hirtenbrief veröffentlicht.

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Eheschließungen sind ungültig Abbott schafft Homo-Ehe in Australien wieder ab

Australiens erzkonservativer Regierungschef Abbot setzt sich durch - die Homo-Ehe ist erst einmal vom Tisch. Bereits geschlossene Ehen sind nun nicht mehr gültig. Viele Paare reagierten fassungslos.

 Der Oberste Gerichtshof Australiens hat ein Gesetz zur Homo-Ehe gekippt. Das Gericht brachte ein Gesetz zu Fall, das Ehen zwischen gleichgeschlechtlichen Partnern in der Region um die Hauptstadt Canberra erlaubte. Die Richter urteilten, es sei Sache des australischen Parlaments, über eine mögliche Zulassung von Homo-Ehen zu entscheiden.

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