Donnerstag, 31. Oktober 2013

Russlands Homosexuelle planen eigene Winterspiele

Bei den Olympischen Spielen würde niemand wegen seiner sexuellen Orientierung diskriminiert, so das Versprechen von Wladimir Putin. Russlands Homosexuelle planen trotzdem eine Protestaktion – gleich nach Olympia.
Moskau/SotschiUngeachtet der repressiven Gesetzeslage in Russland plant der Homosexuellenverband des Landes nach den Olympischen Spielen 2014 in Sotschi einen eigenen Sportwettkampf. „Wir starten am 26. Februar, damit Amateursportler, Journalisten und andere von Sotschi nach Moskau kommen und uns unterstützen können“, sagte der Vorsitzende des Sportverbands der Schwulen, Lesben, Bi- und Transsexuellen, Viktor Romanow, am Montagabend der Nachrichtenagentur AFP. Die am 23. Februar endenden Spiele im Schwarzmeerort Sotschi stehen wegen der homosexuellenfeindlichen Stimmung in Russland in der Kritik.

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US-Homo-Hasser berät russisches Parlament

Paul Cameron behauptet, Homosexuelle verführen Minderjährige
von Andreas Markus
Eine extrem unheilige Allianz hat sich in Moskau getroffen. radikalchristliche Fundamentalisten aus den USA sind auf Einladung von Parlaments-Abgeordneten nach Moskau gereist, um ihre kruden Theorien über die Gefährlichkeit von Homosexualität auch in diesem Teil der Erde zu verbreiten.
So wurde am Montag Paul Cameron vom Family Research Institute zu einer Ausschusssitzung in die russische Staatsduma eingeladen. Wie der Parlamentarier Alexander Sidjakin twitterte, präsentierte Cameron den russischen Abgeordneten Statistiken, nach denen mehr als ein Drittel der Schwulen mit Kindern Sex gehabt haben sollen: 27 Prozent hätten Sex mit Jugendlichen von 15 bis 18, 15 Prozent mit Kindern unter 15 und 32 Prozent denken, das sei in Ordnung. Sidjakins Kommentar: „Sehr interessante Statistiken“.

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Wie junge Homosexuelle in Russland unter der Anti-Schwulen-Politik leiden

In Russland greift - staatlich gefördert - der Hass auf Homosexuelle um sich. Lehrer werden entlassen, Schwule gejagt, Aktivisten verfolgt. Jugendliche Homosexuelle versuchen dennoch, ihren Weg zu finden.

Katja ist 13, sieht aber aus wie 16. Ihr Gesicht ist ungeschminkt, bis auf die violetten Schatten, die die Lider ihrer riesigen himmelblauen Augen verlängern. Katja ist bisexuell. "Aber Mädchen mag ich mehr." Die Walkürenmähne der Jugendlichen schimmert golden, "Rock the Party" steht auf ihrem blauen T-Shirt.

Katja (alle Namen der Minderjährigen geändert) sitzt zwischen ihren Freunden auf einer Bank im Park des Sieges. Der einzige Park in ihrer Kleinstadt, 80 Kilometer südlich von Sankt Petersburg. Sascha neben ihr hat ein noch unfertiges Gesicht, lange Wimpern verschatten seine Augen, er druckst etwas herum, dann outet er sich als schwul. Und Sweta, hager und schreckhaft wie eine Eidechse, sagt gar nichts.

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Olympische Spiele -"Putins Gesetz gegen Schwule ist gar kein Problem"

Homosexuelle werden in Russland diskriminiert. Roman Kochagow betreibt in Sotschi den einzigen Schwulen-Klub. Im Interview sagt er, das sei ein ganz normales Geschäft.  
von Steffen Dobbert
 Der Klub Majak ist von außen nicht zu erkennen. Er liegt unweit des Meeres, neben dem neuen Hyatt-Hotel, das bis zum Beginn der Olympischen Winterspiele am 7. Februar fertig gebaut werden soll. Kein Schild, keine Werbung, nur eine kleine versteckte Kamera über der schwarzen Eingangstür. Jeder Besucher muss klingeln, um in die Kellerräume zu gelangen. Roman Kochagow betreibt den Klub gemeinsam mit Andrei Tanichew. Er ist vor 13 Jahren von Moskau nach Sotschi gezogen und sitzt jetzt in einem Raum neben der Bühne. 

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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Präsident frisst Kreide - Putin: Keine Diskriminierung bei Olympia

Das Gesetz gegen Homo-"Propaganda" bleibt zwar in Kraft, trotzdem versichert der russische Präsident dem deutschen IOC-Präsidenten, dass Schwule und Lesben sicher sind. Unterdessen geben US-Homohasser im Moskau ihr Stelldichein.

Bei einem Besuch des IOC-Präsidenten Thomas Bach hat der russische Staatschef Wladimir Putin am Montag erklärt, dass bei den Olympischen Winterspielen in Sotschi Schwule und Lesben keinen Restriktionen ausgesetzt seien: "Wir werden alles tun, um sicherzustellen, dass sich Athleten, Fans und Gäste bei den Olympischen Spielen wohl fühlen, unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, der Rasse oder der sexuellen Ausrichtung", sagte Putin am Montag in Sotschi. Der 61-Jährige weihte dort gemeinsam mit dem deutschen IOC-Präsidenten Thomas Bach einen neuen Hauptbahnhof ein.

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Kommentar Andy

Bei solchen Worten weiß man nicht recht ob man darüber lachen oder die Worte vielleicht doch als Beleidigung auffassen soll. "Wohl fühlen" sagt Putin doch allen 'Ernstes. Ja klar, so wohl man sich in einen homophoben Land eben fühlen kann, einen Land in dem schon ein Kuß mit Gefängnisshaft geahndet werden kann. Einen Land das keine Probleme damit hat, seine Kinder zum Haß und zur Gewalt zu erziehen, dass aber vollkommen unfähig ist Toleranz und gegenseitige Achtung als existenzielle Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben von Menschen in einer Gesellschaft zu akzeptieren.Wohl fühlen in einen Land das für Schwule und Lesben nur Verachtung und staatliche Represalien übrig hat? Wohl kaum. Man möge an dieser Stelle meine Ausdrucksweise entschuldigen, aber der Typ tickt doch offensichtlich nicht richtig.

Schweiz plant Verbot der Homo-Ehe

Geht es nach dem Schweizer Kabinett, könnte im Alpenland bald ein Gesetz verabschiedet werden, dass die Ehe zwischen gleichgeschlechtlichen Menschen verbieten soll. Die überraschende Nachricht löste sowohl bei lesbischen und schwulen Verbänden, als auch bei landeseigenen Politikern schnell großes Entsetzen aus. 
Der Schweizerische Bundesrat hat am vergangenen Mittwoch überraschend seine Unterstützung für die von der Christlichdemokratischen Volkspartei (CVP) eingereichten Volksinitiative "Für Ehe und Familie - Gegen die Heiratsstrafe" bekanntgegeben und sorgte hiermit nicht nur bei LGBT-Organisationen für hohes Aufsehen. Der Grund: Die CVP möchte mit ihrem Entwurf die Ehe als klassische Bindung zwischen Mann und Frau im schweizerischen Grundgesetz festlegen - Hierdurch würde schwulen und lesbischen Paaren der Weg vor den Traualtar fortan verwehrt bleiben.

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Kommentar Andy

Als ich diese Nachricht zum ersten Mal las, dachte ich noch das es sich um einen schlechten Scherz handeln müsse. Eine Ehe gewissermaßen nur durch Zwangs-Heterosexualität per Grundgesetz? Und so etwas in einen ansonsten liberalen und toleranten Land wie der Schweiz? Dem ersten demokratischen Land Europas? Da möchte man als aufgeklärter und modern denkender Mensch doch einfach mal fragen, was diese Leute eigentlich geraucht haben. Egal was es war, es hat ihnen jedenfalls nicht gut getan. Zugegeben, die Idee an sich ist ja schon nicht schlecht. Um zu verhindern das der Gegner auch in Zukunft keinerlei Chancen hat, seine politischen Ziele durchzusetzen, schreibt man gewisse Dinge ganz einfach in der Verfassung fest. Wobei die Sache auch nicht so neu ist wie es auf Anhieb scheint. In der Schweiz haben sich einige Politiker ganz offensichtlich die Regierung von Viktor Orban in Ungarn zum Vorbild genommen. Denn dort kam schon vor längerer Zeit auf die "geniale" Idee das ungarische Verfassungsgericht einfach dadurch auszuschalten, indem man alle Gesetze die dem politischen Gegner nicht passten, einfach in die Verfassung aufnahm.

Dennoch bleibt es für ein demokratisches Land sehr fraglich, ob es tatsächlich durchsetzbar wäre, eine derartige Beschränkung der Menschenrechte und der damit verbundenen zwangsweise verordneten Hetero-Ehe in der Verfassung zu verankern. Denn das Fehlen einer bisherigen gesetzlichen Regelung betreffs der Homo-Ehe ist etwas völlig anderes als das generelle Verbot aller künftigen gesetzlichen Bestrebungen in Bezug auf die rechtliche Gleichstellung von Schwulen und Lesben. Offiziel verordnete Intoleranz und Benachteiligung per Verfassung? Da glauben doch wohl selbst die hartgesottensten Konservativen in der Schweiz nicht dran. Oder etwa doch?

Einmal im Jahr dürfen sie

Präsident Robert Mugabe möchte sie am liebsten kastrieren – doch einmal im Jahr feiern Zimbabwes Homo- und Transsexuelle im Verborgenen sich selbst. 
Die Polizei in Zimbabwe macht Jagd auf Homosexuelle und Präsident Mugabe wettert gegen Schwule. Die Behörden gestatteten jedoch ein jährliches Schwulenfestival – zumindest solange die Veranstaltungen hinter verschlossenen Türen stattfinden.
Ezmerald Kim Kardashian will ihren richtigen Namen nicht nennen. Der junge Transvestit hat zwar gerade den Titel der Miss Jacaranda beim jährlichen Schwulenfestival in Zimbabwe gewonnen, fürchtet aber um seine Sicherheit. Schliesslich hat der Präsident des Landes Homosexuelle einst als «schlimmer als Schweine und Hunde» bezeichnet.

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