Donnerstag, 31. Oktober 2013

Wie junge Homosexuelle in Russland unter der Anti-Schwulen-Politik leiden

In Russland greift - staatlich gefördert - der Hass auf Homosexuelle um sich. Lehrer werden entlassen, Schwule gejagt, Aktivisten verfolgt. Jugendliche Homosexuelle versuchen dennoch, ihren Weg zu finden.

Katja ist 13, sieht aber aus wie 16. Ihr Gesicht ist ungeschminkt, bis auf die violetten Schatten, die die Lider ihrer riesigen himmelblauen Augen verlängern. Katja ist bisexuell. "Aber Mädchen mag ich mehr." Die Walkürenmähne der Jugendlichen schimmert golden, "Rock the Party" steht auf ihrem blauen T-Shirt.

Katja (alle Namen der Minderjährigen geändert) sitzt zwischen ihren Freunden auf einer Bank im Park des Sieges. Der einzige Park in ihrer Kleinstadt, 80 Kilometer südlich von Sankt Petersburg. Sascha neben ihr hat ein noch unfertiges Gesicht, lange Wimpern verschatten seine Augen, er druckst etwas herum, dann outet er sich als schwul. Und Sweta, hager und schreckhaft wie eine Eidechse, sagt gar nichts.

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