Apple-Chef Tim Cook hat seine Homosexualität öffentlich gemacht. In Deutschland vermeiden Führungskräfte Outings
Fotos von Martin Luther King und Robert Kennedy schmücken das Büro von Tim Cook. Jeden Morgen begrüßen sie den Apple-Chef, wenn er seinen Arbeitsplatz betritt. Und sie sind eine Inspiration für ihn, wie er nun in einem Beitrag für das Wirtschaftsmagazin "Business Week" schrieb. Denn die Frage Martin Luther Kings, was jeder von uns für die anderen tue, beschäftige ihn beständig. Cooks Antwort darauf: Er outete sich in dieser Woche als schwul.
Mit diesem Schritt an die Öffentlichkeit will er seinen Beitrag im Kampf um gleiche Rechte für Lesben und Schwule leisten. Ein Schritt mit Signalwirkung, schließlich können in einigen Bundesstaaten der USA nach wie vor Mitarbeiter allein aufgrund ihrer sexuellen Orientierung gefeuert werden. Und durchaus ein mutiger Schritt: Immerhin gilt das gesellschaftliche Klima im Silicon Valley, Apples Heimat, als latent homophob; und immerhin hat Apple massive geschäftliche Interessen in Ländern, in denen Homosexualität staatlicherseits wahlweise als krank oder kriminell betrachtet wird.
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Sonntag, 2. November 2014
Gesetzentwurf in der nächsten Woche - Grüne wollen Rechte für Homo-Paare angleichen
Adoptionsrecht, Erbrecht, Strafrecht: Die Grünenfraktion plant
einen Gesetzentwurf zur Beseitigung noch bestehender Benachteiligungen
gleichgeschlechtlicher Lebenspartnerschaften.
Die Grünen im Bundestag wollen die rechtlichen Benachteiligungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern beseitigen. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck will dazu in der nächsten Woche mit seiner Fraktion einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, der die noch bestehenden Diskriminierungen beseitigt. „Etwa 150 Regelungen in 54 Gesetzen und Verordnungen unterscheiden noch bei den Rechtsfolgen zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft. Das wollen wir beenden“, sagte Beck dem Tagesspiegel.
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Die Grünen im Bundestag wollen die rechtlichen Benachteiligungen von gleichgeschlechtlichen Lebenspartnern beseitigen. Der Bundestagsabgeordnete Volker Beck will dazu in der nächsten Woche mit seiner Fraktion einen Gesetzentwurf ins Parlament einbringen, der die noch bestehenden Diskriminierungen beseitigt. „Etwa 150 Regelungen in 54 Gesetzen und Verordnungen unterscheiden noch bei den Rechtsfolgen zwischen Ehe und Lebenspartnerschaft. Das wollen wir beenden“, sagte Beck dem Tagesspiegel.
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Schweiz: Pfarrer segnet lesbisches Paar
Das Bistum Chur in
der Schweiz will den umstrittenen Fall nun prüfen lassen, weil der
Priester gegen die katholische Lehre gehandelt haben soll.
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Ist Homosexualität tatsächlich ein Geschenk?
Seit Wowereits Outing verlangen sich bekennende Homosexuelle rhetorisch
einiges ab. Wer Schwulsein als Geschenk bezeichnet, schreibt die
Tradition homosexueller Vorzugsstellung fort.
Von Berlins so gerade noch Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit wird politisch vermutlich nicht viel bleiben. Aber in einer Hinsicht hat er tatsächlich Geschichte geschrieben. Nicht nur damit, dass er als einer der führenden Repräsentanten dieses Landes sich selbstbewusst zu seinem Schwulsein bekannte. Fast mehr noch, weil er sich dabei rhetorisch etwas abverlangte. Der Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" ging um die Welt. Und er brachte für sich outende Prominente gewissermaßen die Selbstverpflichtung zur Sentenz mit sich. Der Fußballspieler Thomas Hitzlsperger fiel mit seinem Outing zwar rhetorisch eindeutig hinter Wowereit zurück: "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität" klang ausgesprochen hölzern. Aber er brachte ein Anliegen vor. "Ich möchte damit eine Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern anregen" – dieser Nachsatz machte seine Selbstentblößung ja erst vollständig und dann doch noch zu einem originellen Sprechakt.
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Von Berlins so gerade noch Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit wird politisch vermutlich nicht viel bleiben. Aber in einer Hinsicht hat er tatsächlich Geschichte geschrieben. Nicht nur damit, dass er als einer der führenden Repräsentanten dieses Landes sich selbstbewusst zu seinem Schwulsein bekannte. Fast mehr noch, weil er sich dabei rhetorisch etwas abverlangte. Der Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" ging um die Welt. Und er brachte für sich outende Prominente gewissermaßen die Selbstverpflichtung zur Sentenz mit sich. Der Fußballspieler Thomas Hitzlsperger fiel mit seinem Outing zwar rhetorisch eindeutig hinter Wowereit zurück: "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität" klang ausgesprochen hölzern. Aber er brachte ein Anliegen vor. "Ich möchte damit eine Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern anregen" – dieser Nachsatz machte seine Selbstentblößung ja erst vollständig und dann doch noch zu einem originellen Sprechakt.
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Gerichtsurteil in Ägypten - Haft wegen Schwulenhochzeit
Acht ägyptische Männer müssen für drei Jahre in Haft, weil sie in
Videoaufnahmen einer Hochzeit zweier Männer in Kairo zu sehen gewesen
sein sollen. Ein Gericht in der Hauptstadt verurteilte die Angeklagten
wegen "Anstachelung zu unsittlichem Verhalten". Drei weitere Jahre Haft
wurden zur Bewährung ausgesetzt.
Das Urteil basiert auf einem umstrittenen Video, das im Internet für Aufsehen gesorgt hatte. Es wurde auf einem Ausflugsboot auf dem Nil gefilmt und zeigt zwei Männer, die sich küssen, Ringe austauschen und einen Kuchen mit einem Bild von sich anschneiden. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde das Video auf einer Schwulenhochzeit gedreht und illegal veröffentlicht.
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Das Urteil basiert auf einem umstrittenen Video, das im Internet für Aufsehen gesorgt hatte. Es wurde auf einem Ausflugsboot auf dem Nil gefilmt und zeigt zwei Männer, die sich küssen, Ringe austauschen und einen Kuchen mit einem Bild von sich anschneiden. Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft wurde das Video auf einer Schwulenhochzeit gedreht und illegal veröffentlicht.
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Homophobie: Kino in Kiew nach Vorführung von «Der Kreis» abgefackelt
KIEW - 24 Stunden, nachdem dort das Schweizer Schwulendrama «Der Kreis» gezeigt worden war, ist das Kino Zhovten in Kiew von einem Brandstifter abgefackelt worden. Die Polizei vermutet einen homophoben Hintergrund, Bürgermeister Vitali Klitschko verspricht den Wiederaufbau.
Mitten während der Vorstellung des Films «Les nuits d'été» - der Travestie zum Thema hat - warf am Mittwoch ein Unbekannter einen Brandsatz in den Zuschauerraum, wie der Produzent von «Der Kreis», Ivan Madeo, am Freitag mitteilte. Verletzt wurde niemand.
«Les nuits d'été» lief wie «Der Kreis» in der Sektion «Sunny Bunny» des Filmfestivals Molodist; diese Sektion des grössten Filmfestivals der Ukraine ist Filmen mit schwulen, lesbischen und Transgender-Inhalten vorbehalten. Das Festival wird wie geplant bis am Sonntag weitergeführt.
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Mitten während der Vorstellung des Films «Les nuits d'été» - der Travestie zum Thema hat - warf am Mittwoch ein Unbekannter einen Brandsatz in den Zuschauerraum, wie der Produzent von «Der Kreis», Ivan Madeo, am Freitag mitteilte. Verletzt wurde niemand.
«Les nuits d'été» lief wie «Der Kreis» in der Sektion «Sunny Bunny» des Filmfestivals Molodist; diese Sektion des grössten Filmfestivals der Ukraine ist Filmen mit schwulen, lesbischen und Transgender-Inhalten vorbehalten. Das Festival wird wie geplant bis am Sonntag weitergeführt.
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Nach dem Cook-Coming-Out: "Missbrauch und Arroganz" - die unfassbare Entgleisung der "Neuen Zürcher Zeitung"
Als erster weltbekannter CEO hat sich gestern Apple-Chef Tim Cook zur Homosexualität bekannt. Ein mutiger Schritt, der hoffentlich viele Nachahmer in der Wirtschaft finden wird.
Eigentlich klar, könnte man denken.
Nicht so für die "Neue Zürcher Zeitung". Eine Reporterin des traditionsreichen, aber mittlerweile angeschlagenen Blattes hat da eine ganz andere Auffassung:
"Dieser Schritt mag aus Cooks persönlicher Perspektive nachvollziehbar sein", schreibt sie. "Aus einer professionellen Perspektive hingegen ist er ein Fehltritt: Es ist erstens ein Missbrauch von Macht und zeugt zweitens von Arroganz."
Das ist so ziemlich die absurdeste Bewertung von Cooks Coming-Out, die uns in den vergangenen 24 Stunden begegnet ist. Und damit nicht genug. Während sich die Autorin immer weiter in groteske Absurditäten verstrickt, schreibt sie schließlich:
Weiterlesen auf www.huffingtonpost.de
und hier der erwähnte Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung:
Das Coming-out von Tim CookVon Missionen, Macht und dem Missbrauch
Eigentlich klar, könnte man denken.
Nicht so für die "Neue Zürcher Zeitung". Eine Reporterin des traditionsreichen, aber mittlerweile angeschlagenen Blattes hat da eine ganz andere Auffassung:
"Dieser Schritt mag aus Cooks persönlicher Perspektive nachvollziehbar sein", schreibt sie. "Aus einer professionellen Perspektive hingegen ist er ein Fehltritt: Es ist erstens ein Missbrauch von Macht und zeugt zweitens von Arroganz."
Das ist so ziemlich die absurdeste Bewertung von Cooks Coming-Out, die uns in den vergangenen 24 Stunden begegnet ist. Und damit nicht genug. Während sich die Autorin immer weiter in groteske Absurditäten verstrickt, schreibt sie schließlich:
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und hier der erwähnte Beitrag der Neuen Zürcher Zeitung:
Das Coming-out von Tim CookVon Missionen, Macht und dem Missbrauch
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