Donnerstag, 10. April 2014

EKD-Chef kritisiert Birgit Kelle

Eine der prominentesten Homo-Gegnerinnen betreibt nach Ansicht des EKD-Chefs "populistische Anbiederei". Die Publizistin sieht sich aber wieder einmal als Opfer ungerechtfertigter Kritik.

Beim Thema "Gender-Mainstreaming" ist es zu einer Fern-Auseinandersetzung zwischen dem gemäßigten EKD-Ratsvorsitzenden Nikolaus Schneider und der radikal-katholischen Aktivistin Birgit Kelle gekommen. Unter dem englischen Begriff versteht man das Bestreben der Politik, die Gleichheit zwischen den Geschechtern voranzutreiben; er ist unter Konservativen zu einem Schimpfbegriff geworden, unter den tw. auch der Kampf für Homo- und Transrechte gezählt werden. Kelle hatte das wiederholt als "Genderwahn" und "wirre Ideologie" bezeichnet.

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Niemand macht Eure Kinder schwul!

Bildungsplan 2015! Fünf Gründe warum sich alle mal etwas entspannen sollten.

Der neue Bildungsplan für Baden-Württemberg soll das Thema sexuelle Vielfalt im Schulunterricht fächerübergreifend behandeln. Ziel ist es, den Kindern einen offeneren und selbstverständlicheren Umgang mit Homo- und Transsexualität zu vermitteln. Das wiederum passt so einigen konservativen Gruppen gar nicht in den Kram.

Als ich kürzlich zu Besuch in meiner Heimat, unserer liebsten Schwabenmetropole Stuttgart war, bin ich zufällig in die Demonstration gegen die Bildungsplanreform 2015 gelaufen. Und es hat mich schon sehr erschrocken, mit welchen Parolen da gegen die vermeintlich frühzeitige Sexualisierung von Kindern demonstriert wird. Nun fand am vergangenen Wochenende in Stuttgart bereits die dritte Demo gegen diese Reform statt. Banner mit der Aufschrift 'Schritt zur Legalisierung der Pädophilie?' werden da durch die Landeshauptstadt getragen. Sorry Leute, aber da komm ich echt nicht mehr mit. Völlig argumentationsarm, unreflektiert und zusammenhangslos wird gegen eine Reform demonstriert, die versucht, das Leben nicht-heterosexueller Menschen ein wenig einfacher zu machen.


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Uganda: Kein Homosexuellenbann in katholischen Spitälern

Trotz diskriminierendem neuen Gesetz sollen Homosexuelle behandelt werden wie jeder andere Patient auch

Kampala, 09.04.2014 (KAP) Katholische Krankenhäuser im ostafrikanischen Uganda wollen homosexuelle Patienten nicht benachteiligen. Der Leiter der katholischen Gesundheitseinrichtungen (Uganda Catholic Medical Bureau, UCMB), Sam Orach, sagte der Tageszeitung "The Observer" (Mittwoch), trotz des neuen Gesetzes gegen Homosexuelle sollten diese weiter Zugang zu katholischen Krankenhäusern haben und dort behandelt werden wie jeder andere Patient auch. Man werde keinen Unterschied machen.

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Kommentar Andy

Ich bin mir nicht sicher wie man diese Nachricht auffassen soll. Ist es nun eine heausragende Leistung von Toleranz und Nächstenliebe oder eher der Gipfel einer überheblichen Weltsicht. Wobei ich ja dazu neige, die Behandlung von Menschen in Krankenhäusern unabhängig von ihren Geschlecht, ihrer Nationalität, Religionszugehörigkeit oder sexuellen Orientierung als etwas Normales zu betrachten, worauf nicht explizit hingewiesen werden muß.   

Mittwoch, 9. April 2014

Stuttgart - Grün-Rot will Thema Homosexualität im Bildungsplan neu einordnen

Nach wochenlangen heftigen Debatten will Grün-Rot das Thema "Akzeptanz sexueller Vielfalt" im Schulunterricht neu einordnen. Im sogenannten Bildungsplan 2015 soll es um die Achtung gegenüber Menschen unterschiedlicher Nationalität,

Ethnie, Religion oder Kultur erweitert und als eigene "Leitperspektive" etabliert werden, erläuterten Kultusminister Andreas Stoch (SPD) und Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) am Dienstag in Stuttgart. Damit reagierten sie auf Kritik, die Landesregierung werte das Thema "Akzeptanz sexueller Vielfalt" auf und dränge damit Schüler in eine bestimmte Richtung. "Ich bin überzeugt, dass das die Debatte versachlichen wird", sagte Kretschmann. Man habe für Klarstellung gesorgt. Von einem Einknicken gegenüber Kritikern könne keine Rede sein. 

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Ägypten: Vier Männer wegen Homosexualität verurteilt

Bis zu acht Jahre müssen die Beschuldigten hinter Gittern, weil sie sich "abartig" verhalten hätten.

Vier Männer sind am Montag in Ägypten wegen Homosexualität zu Haftstrafen verurteilt worden. Wie die Nachrichtenagentur AFP berichtet, hat die Staatsanwaltschaft die Männer beschuldigt, "abartige Partys" veranstaltet zu haben. Außerdem hätten die Männer Frauenkleider getragen. Drei von den Beschuldigten müssen für acht Jahre ins Gefängnis, einer wurde zu drei Jahren Haft verurteilt.


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Durchbruch für Schwule und Lesben

Zwei Pflegeheime des Frankfurter Verbandes erhalten den Regenbogenschlüssel. Das Zertifikat besagt, dass sie für ältere lesbische Frauen, schwule Männer, bisexuelle Transgender und Transsexuelle eine gute Pflege bieten.

Mit dem Regenbogenschlüssel möchte der Chef des Frankfurter Verbandes, Frédéric Lauscher, ein Zeichen setzen: Zwei seiner sieben Alten- und Pflegeheime haben einen langwierigen Prozess der Zertifizierung durchlaufen. Am Montag wurde der Schlüssel im Sozial- und Rehazentrum West überreicht: Damit bescheinigt eine niederländische Firma dem Zentrum und einer weiteren Einrichtung des Verbandes in Eckenheim, dass sie für ältere lesbische Frauen, schwule Männer, bisexuelle Transgender und Transsexuelle eine gute Pflege bieten.

Für Hans-Peter Hoogen und Elke Kreß, beide schon lange in der schwul-lesbischen Bewegung engagiert, ist das „ein Durchbruch“. In den beiden Heimen soll Toleranz und gegenseitige Akzeptanz gelebt werden. Alle Mitarbeiter, von der Reinigungskraft bis zum Altenpfleger wurden nach Angaben von Lauscher geschult, um jene Sensibilität zu entwickeln, die notwendig ist, um auch eine versteckte Homosexualität zu erkennen und einfühlsam reagieren zu können.

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Ungarn: Homophobe Rechtsextremisten drittstärkste Kraft

In Ungarn haben Homo-Gegner die Wahlen zum Parlament gewonnen: Die nationalkonservative Regierungspartei Fidesz-MPSZ von Ministerpräsident Viktor Orban konnte ihre Zwei-Drittel-Mehrheit wahrscheinlich verteidigen, die rechtextremistische Jobbik-Partei wurde mit Gewinnen drittstärkste Kraft.

Nach Auszählung fast aller Stimmen kam Fidesz, zu Deutsch "Bund Junger Demokraten", bei der Wahl am Sonntag auf 133 der 199 Parlamentssitze und konnte damit offenbar knapp ihre Zwei-Drittel-Mehrheit verteidigen, mit der die Partei im Alleingang die Verfassung ändern kann. Fidesz hatte diese Mehrheit bereits 2011 genutzt, um die Ehe für Schwule und Lesben in der Verfassung zu verbieten (queer.de berichtete). Außerdem führte die Partei mehreren umstrittene Reformen durch, wie die Einschränkung der Unabhängigkeit von Justiz und Medien, die unter anderem von der Europäischen Union kritisiert worden sind.

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