Sonntag, 3. November 2013

"Marsch gegen Hass" in St. Petersburg

Protest gegen Homo-Diskriminierung
"Viele brechen Kontakt zu homosexuellen Kindern ab"
 
Der "Marsch gegen Hass" in St. Petersburg soll heute ein Zeichen setzen für mehr Toleranz –  auch für Schwule und Lesben in Russland. In der Stadt gibt es ein für das Land ungewöhnliches Projekt: einen Klub für Eltern homosexueller Kinder. "Unsere Medien klären nicht auf, sondern schüren Angst", erzählt eine Mutter im heute.de-Interview.

 

Demo gegen Gabriele Kuby am Sonntag in Nürnberg

Anlässlich eines Auftritts der homophoben Publizistin Gabriele Kuby am 3. November in Nürnberg rufen mehrere Gruppen, Vereine und Parteien zu einer Protestkundgebung auf.

Die Gegen-Veranstaltung "Nürnberg ist bunt und queer" beginnt am Sonntag um 16.30 Uhr am Kornmarkt vor der Straße der Menschenrechte. Nach verschiedenen Redebeiträgen ist ein Schweigemarsch zur Gedenkstele für die homosexuellen Opfer des Naziregimes geplant. Den Aufruf unterzeichnet haben u.a. Fliederlich e.V., Queer Culture Nürnberg, Die Linke Nürnberg-Fürth, die Kreisverbände von FDP und Piraten sowie die Grüne Jugend Nürnberg-Fürth.

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Kommentar Andy

Ein gutes Beispiel für die einseitige Verständnis von Religionsfreiheit in Deutschland. Genau wie in arabischen Ländern wird auch in Deutschland die Welt in Gläubige und Ungläubige unterteilt. Wobei man meint, Gläubige in besonderen Maße schützen zu müssen. Da Ungläubige scheinbar nichts haben, woran sie glauben, gibt es also auch nichts zu schützen. Ergo kann man seinen gesamten Haß oder in diesen Falle, seine gesamte Homophobie über solche Leute ausschütten. So einfach kann die Welt von Leuten wie Gabriele Kuby sein.

Vielleicht sollte man an dieser Stelle einfach mal kurz die Begrifflichkeiten definieren. Da gibt es zum einen den reinen Glauben, den ich für etwas sehr wichtigen halte. Einen Glauben hat zunächst mal jeder Mensch, egal ob es sich nun um den Glauben an einen Gott oder den Glauben an die Wissenschaft handelt. Selbst Einstein sprach in vielen Fällen von seinen Glauben an die ein oder andere Sache. Denn bevor man etwas auf wissenschaftlicher Basis beweisen kann, ist es der reine Glaube, der letztlich zu einer Hypothese führt. Religion ist dagegen etwas völlig anders. Hier geht es nicht mehr nur um den reinen Glauben. Religionen sind Vereinigungen von Menschen mit dem Ziel ganz bestimmte, unabänderliche für alle Menschen gültige Glaubensgesetze als oberstes Glaubensdogma festzuschreiben. Wobei der Name Glaubensdogma schon zeigt wie unsinnig Religionen sind. Denn der Glaube eines Menschen sollte prinzipiell freien Charakters sein und nicht einem Zwang unterworfen. Religion und Demokratie sind m.E. auch zwei völlig verschiedene Dinge die niemals miteinander vereinbar sind.

Nun stellt sich natürlich die Frage, fällt es nicht eigentlich schon unter das Strafrecht wenn eine Person im Namen ihrer Religion eine andere Person schwer beleidigt? Ich finde ja. Auch bei Relgionen sollten die Regeln der allgemeinen Meinungsfreiheit gelten. Jeder Mensch sollte seine Meinung frei äußern können, solange er damit er damit nicht die Grundrechte anderer Menschen in Frage stellt. Ausgrenzung und Intoleranz sind eigentlich Dinge die jeder Demokratie  entgegenstehen.

Ich hoffe, es findet sich eines Tages jemand, der solchen Leuten ein für alle mal juristisch das Handwerk legt.

Kirchenpräsident verteidigt beim Reformationsgottesdienst in Wiesbaden die Segnung homosexueller Paare

„So eine Predigt hört man nur in der evangelischen Kirche. Deswegen bin ich Protestant.“ Für seine ersten Sätze erhielt Festredner Nico Hofmann gleich den ersten starken Beifall. Der vielfach ausgezeichnete Filmproduzent, der sich in der Lutherkirche der Rolle der Medien bei der Suche nach einer neuen Wahrhaftigkeit widmete, hatte mit den 900 Besuchern des zentralen Reformationstags-Gottesdienstes der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau (EKHN) gerade erlebt, dass auch ein Prediger mit deutlichen Worten der Wahrhaftigkeit dienen und Orientierung geben kann.
Demut und Barmherzigkeit
Reformation und Politik – Kirchenpräsident Volker Jung war zur Eröffnung des neuen Themenjahres im Rahmen der Lutherdekade sehr politisch. „Wir sind Menschen und nicht Gott.“ Mit Luther und dem Propheten Micha riet er zu Demut und Barmherzigkeit, mahnte die Verantwortlichen aus Politik, Kirche, öffentlichem Leben und Medien, Liebe und Gerechtigkeit walten zu lassen. „Vielleicht würde Micha heute sagen: In einem reichen Land müssen Menschen von ihrer Hände Arbeit leben können. Und auch im Alter vor Armut geschützt sein.“

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Demonstration für mehr Menschlichkeit in Russland

Im russischen Sankt Petersburg sind Aktivisten gegen Fremdenfeindlichkeit, Rechtsextremismus und Homophobie auf die Straße gegangen. Sie beklagen den Anstieg von Gewalttaten gegenüber Minderheiten, der – so die Aktivisten – von der Regierung Putin nicht nur in Kauf genommen und gebilligt, sondern gerne gesehen werde.

Kompletter Artikel und Video euronews.com

Amnesty International - Olympisches Komitee sollte gegenüber Homophobie eine feste Haltung einnehmen

27. September 2013 - Amnesty International ist enttäuscht darüber, dass das Internationale Olympische Komitee (IOC) nicht erkennt, wie nachteilig die diskriminierende russische Gesetzgebung sich auf die Winterspiele in Sotschi auswirken wird.
"Das Gesetz, das die "Propaganda für nicht-traditionelle sexuelle Beziehungen" verbietet, wenn Minderjährige davon Kenntnis erhalten können, ist eindeutig diskriminierend, verletzt somit internationales Recht und steht im Widerspruch zur Olympischen Charta. Außerdem schafft die Verabschiedung des Gesetzes eine Stimmung, die bereits zu brutalen Verbrechen an Menschen allein wegen ihrer tatsächlichen oder vermeintlichen sexuellen Orientierung geführt hat", sagte Sergei Nikitin, Direktor der Moskauer Büros von Amnesty International.

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Der erste schwule Flüchtling aus Russland

Verfolgung "Das macht dich fertig"

Pawel ist homosexuell, er floh aus Angst vor Bestrafung aus Russland nach Deutschland. Hier wurde er als schwuler Flüchtling anerkannt. 
Eine Begegnung. von Alexandra Rojkov
Als der Anruf kam, wusste Pawel nicht, wohin mit seinem Glück. Mit wem sollte er es teilen? In der Flüchtlingsunterkunft, in der er lebte, hatte er keine Freunde, und auch sonst kannte er niemanden in der Stadt. Er war ja erst seit ein paar Monaten in Deutschland.
Also ging Pawel los und kaufte einen Strauß rote Rosen. Einzeln verteilte er sie auf der Straße, lächelnd, wortlos. Die Passanten wunderten sich, manche wimmelten ihn ab. Aber an diesem Tag konnte Pawel nichts kränken.

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Kommentar Andy

Der Artikel ist wirklich gut geschrieben, keine Frage. Aber beim Lesen der Kommentare kommt mir ehrlich gesagt das Kotzen. Es dürfte vollkommen egal sein, aus welchen Motiven und Hintergründen heraus Menschen verfolgt werden. Allein die Tatsache das es ihnen nicht gut geht und sie ihrer wesentlichsten Menschenrechte beraubt werden, zählt. Alles andere ist dummdreistes, homophobes Gefasel.

Russlands Homophobie - Als schwuler Künstler hält man hier jetzt besser den Mund

Joachim Güntner
Zensur, die in Hass gründet, braucht keinen Index der verbotenen Bücher, um Autoren, Verleger und Buchhändler zu verfolgen. Ressentiments und Gesetze, die vage genug sind, um willkürlich gehandhabt zu werden, reichen dafür völlig aus. Im despotisch regierten Belarus wurde kürzlich dem Verleger Ihar Logvinau die Lizenz entzogen. Ein bei ihm erschienenes Begleitbuch zu einem Wettbewerb mit Pressefotos soll «extremistische» Bilder enthalten. So lautet die offizielle Begründung für Logvinaus Berufsverbot, während der PEN Deutschland, der dagegen protestiert, vermutet, einer der wenigen unabhängigen Verlage des Landes solle mundtot gemacht werden. Mit seinem Programm hat Logvinau die Entwicklung der weissrussischen Literatur in den vergangenen vierzehn Jahren entscheidend geprägt – jedoch wird die vom Regime ungeliebte weissrussische Sprache als oppositionell dämonisiert.

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