Donnerstag, 2. Oktober 2014

anyway.tv Schwul-lesbisches Jugendfernsehen startet in Köln

In Köln geht ein neues Fernsehprojekt von und für schwule, lesbische, bisexuelle und trans* Jugendliche sowie junge Erwachsene an den Start: anyway.tv.
Hinter anyway.tv verbirgt sich eine Fernsehredaktion, in der du bestimmst, was produziert und gesendet wird. Angesiedelt ist die Redaktion im Jugendzentrum anyway, dass unter anderem durch die erfolgreiche Webserie „Julian“ viele queere YouTube-Zuschauer_innen bewegt hat.

Wie arbeite ich als Fernsehjournalist? Worauf muss ich achten, damit ich die richtigen Bilder für einen Fernsehbeitrag drehe? Wie funktioniert ein Schnittprogramm? Die Antworten auf diese Fragen kannst du demnächst bei anyway.tv lernen. Denn für die Redaktion suchen wir junge Queers zwischen 14 und 27 Jahre, die Lust haben, selbst vor oder hinter der Kamera aktiv zu werden – sei es als Kamerafrau_mann, Journalist_in, Moderator_in oder Cutter_in.

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Mittwoch, 1. Oktober 2014

Paragraf 175: Kaum Hoffnung auf schnelle Rehabilitierung

Wegen seiner Homosexualität war er einst eingesperrt worden, am Montag traf Klaus Born Bundesjustizminister Heiko Maas (siehe Bild des Tages). Im Interview erklärt der 69-Jährige, wie das Gespräch verlaufen ist und warum er trotz positiver Signale aus der Bundesregierung nicht an eine schnelle Rehabilitierung der "175er" glaubt.

Von Dennis Klein

queer.de: Wie war Ihre Begegnung mit dem Justizminister?

Klaus Born: Die Atmosphäre war überraschend sehr locker. Wir haben zwei Stunden mit dem Minister gesprochen. Zunächst habe ich mich bei ihm für seine Rede beim Charity-Dinner [der Hirschfeld-Stiftung] bedankt, und ich habe ihm dann meine Lebensgeschichte erzählt. Ich habe ihm erzählt, dass ich im Gefängnis gesessen habe. Ich habe ihm erzählt, dass man damals dachte, ich könnte die anderen Insassen "anstecken" – also schwul machen.


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Kommentar Andy

meiner Meinung sollte man auf jeden einzelnen CDU-Politiker mit dem Finger zeigen und ihm sagen was für elende heuchlerische Scheisskerle sie doch eigentlich sind. Nach dem Motto, den ganzen Tag die Klappe meilenweit aufreissen, von wegen Demokratie und Freiheit und Selbstbestimmung aber wenn es darauf ankommt findet man sogar Urteile auf Grund von nationalsozialistischen Unrechtsgesetzen gut und richtig. Immerhin war dser Paragraf 175 das einzige Gesetz welches fast unverändert vom dritten Reich übernommen wurde. 

Allerdings ist mir natürlich auch die Problematik dieser ganzen Sache bewusst. Bisher war es so, dass alles was nach 1949 in der neuen Bundesrepublik an Gesetzen erlassen und angewendet wurde menschenrechtlich völlig in Ordnung war. Mehrmals hat sogar das oberste Bundesverfassungsgericht in den fünfziger und sechziger Jahren die verfassungsmäßigkeit des Paragrafen 175 bestätigt. Und nun stellt  man fest, dass diese Urteile an sich schon Unrecht waren und 1994 sich sogar der Deutsche Bundestag für ergangenes Unrecht auf Grund dieses Paragrafen offziell entschuldigt hat. Konnte man bisher immer unbedenklich auf andere mit den Fingern zeigen wenn es um Unrecht ging, ist man nun selbst der Beschuldigte und es stellt sich die große Frage, wenn es bei Schwulen und dem Paragrafen 175 zu solchen Unrecht kommen konnte, was schlummert womöglich noch alles im Verborgenen? Kein Wunder das gerade die Partei welche die Hauptverantwortung an diesen Unrecht trägt überhaupt kein Verlangen nach Aufklärung hat.



ZDF lädt AfD-Politiker zu Talk über Homo-Ehe

Bundesvorstand Konrad Adam hält eine Gleichstellung von Lebenspartnerschaften mit der Ehe für "grotesk".
Wer nur laut genug gegen Homosexuellen-Rechte pöbelt, der hat einen Platz in öffentlich-rechtlichen Talkshows so gut wie sicher. Der neueste Beweis für die traurige These: Die ZDFinfo-Talkshow "log in" ("Die Sendung für Deine Meinung"), die zum Thema Homo-Ehe bereits einmal die fundamentalistische Theologin Gabriele Kuby eingeladen hatte, fährt unter anderem zu diesem Thema in der morgigen Ausgabe AfD-Bundesvorstand Konrad Adam auf. 

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Kommentar Andy

Berichte wie dieser wundern mich schon lange nicht mehr. Zwar gibt es bei den öffentlich-rechtlichen Sendern einen Programmbeirat. Und es gibt auch strenge Gesetze welche die Zusammensetzung dieses Gremiums regeln. Aber dieser Programmbeirat besteht nunmal hauptsächlich aus konservativen Kotzbrocken. Zumdem haben sich bei ARD und ZDF in allen Chefpositionen viele Parteimitglieder der großen beiden Parteien breitgemacht, denn schließlich kann man niemand einen Job nur allein wegen der Parteizugehörigkeit verbieten. Lobbyarbeit pur, genauso wie in der Wirtschaft. Und da gibt es immer noch geistig verblödete Mitmenschen die allen Ernstes an die mediale Freiheit glauben. Meine Güte, so viel naive Dummheit muss doch eigentlich schweineweh tun.

Homo-"Heiler" erzielt juristischen Erfolg gegen NDR

"Panorama" darf nicht mehr einen Reportage-Ausschnitt verbreiten, in dem ein Arzt den Reporter wegen seines Schwulseins behandelt.

Das Oberlandesgericht Hamburg hat es dem NDR mit einer Einstweiligen Verfügung verboten, Teile einer Reportage des Magazin "Panorama – Die Reporter" über Homo-"Heiler" in Deutschland zu verbreiten. Das berichtet die "Hamburger Morgenpost".

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Kommentar Andy

Was soll das noch? Der Bericht wurde gesendet und fertig. Mag sein das sich hin und wieder ein paar wenige Zuschauer für einen älteren Bericht im Internetarchiv interessieren. Aber eigentlich ist es wie bei Zeitungen. Nichts ist so uninteressant wie die Zeitung von gestern. Hätte es der besagte Arzt dabei belassen, keine Sau hätte sich ernsthaft dafür interessiert, am allerwenigsten die Krankenkassen. Hat früher kaum ein Schwuler von der Existenz dieses Arztes gewusst, so ist zumindest der Name mittlerweile in aller Munde. Ein typischer Fall wo jemand nicht kapiert hat, wie Medien funktionieren.   

Sisi sagt Schwulen den Kampf an

Aus Angst vor den Muslimbrüdern haben viele ägyptische Schwule den Militärputsch gegen Mohammed Mursi unterstützt. Doch seit Abdulfattah Al-Sisi an der Macht ist, hat sich ihre Lage dramatisch verschlechtert.

»Homophobie ist nicht revolutionär« stand im Frühjahr 2013 für einige Monate über einem Graffiti zweier sich küssender Männer an den Mauern der Amerikanischen Universität in Kairo. Die Uni grenzt an den Tahrir-Platz und an die Mohammad-Mahmoud-Straße, wo ägyptische Bürger 2011 und 2013 ihre Präsidenten zu Fall brachten und dazwischen regelmäßig gegen Militärherrschaft, Islamismus und Polizeigewalt demonstrierten. Seit Sicherheitskräfte im November 2011 bei Protesten in der Mohammad-Mahmoud-Straße über 40 Menschen töteten, ist die Straße ein Symbol des Widerstands. Aus ihren Mauern wurde eine Galerie, die den Opfern und Gegnern der herrschenden Eliten in unzähligen Graffitis ein Denkmal setzt. So auch – wenngleich eher kurz – der Schwulenszene in Ägypten

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Freiwilligenorganisation hilft jungen Homosexuellen in Not

Homosexualität ist in Russland ist ein gesellschaftliches Tabu. In diesem Umfeld haben es lesbische und schwule Jugendliche besonders schwer sich zu entwickeln. Sie finden Unterstützung bei der Organisation Kinder-404.
Homosexualität ist in Russland kein Thema – so hätte es gerne die Regierung. In der Öffentlichkeit ist Homosexualität tabu. Oft sind Homosexuelle gewalttätigen Übergriffen ausgesetzt. Das ist besonders hart für junge Leute. Sie haben oft niemanden, dem sie sich anvertrauen könne, wenn sie feststellen, dass sie lesbisch oder schwul sind. Die Redakteurin und Journalistin Elena Klimowa hat daher das Projekt Kinder-404 ins Leben gerufen.

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Dienstag, 30. September 2014

Medienkritik - Junge Freiheit - Da bewegt sich was


Da bewegt sich was

Schulbücher müssen schwuler werden, forderte die Bild-Zeitung im Juni in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit Olivia Jones, bekannt als Drag-Queen, neuerdings wohl auch Hobby-Bildungsratgeberin. Damals hatte die niedersächsische Landesregierung angekündigt, jetzt auch die Schüler zwischen Harz und Nordsee mit „sexueller Vielfalt“ im Unterricht zu beglücken. SPD und Grüne arbeiten derzeit an einer Gesetzesvorlage, damit Homosexualität, Bisexualität, Transsexualität und Intersexualität an Schulen „verbindlich thematisiert“ werden.

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Kommentar Andy

Schon beim Betrachten des obenstehenden Namens der Internetseite "Junge Freiheit" könnte man einfach nur noch das Kotzen bekommen. Denn erstens hat diese Seite nichts mit Jung und zweitens schon gar nichts mit Freiheit zu tun. Vielmehr handelt es sich in vielen Fällen um das verbale Erbrochene von Leuten, die dermaßen von Haß auf andersdenkende und -fühlende Mitmenschen erfüllt sind, dass sie nicht anders können als sich solchen Bockmist wie diesen hier auszudenken. Aber spätenstens beim Namen Birgit Kelle sollten dann eigentlich sämtliche Alarmglocken läuten. 

Um es mit einen Satz zu sagen - diese Frau geht einfach gar nicht. Sie ist derart rückwärtsgerichtet und reaktionär konservativ das man sich als Deutscher fast schämen müsste die gleiche Staatsbürgerschaft wie sie zu haben. Birgit Kell schreibt denn auch für alle konservativen Hetzseiten wie bsw. kath.net,  die Freie Welt, eigentümlich frei und die Junge Freiheit, die nach streng demokratischen Grundsätzen eigentlich verboten gehörten, weil sie sich beständig gegen die Gleichheit aller Menschen und gegen menschliche Grundrechte richten. 

In diesen Artikel hat es Frau Kelle mal wieder auf die Aufklärung abgesehen. Nun könnte man ja einwerfen, dass ein Mensch der seine Kindheit im tiefsten Mittelalter des kommunistischen Rumäniens verbracht hat, natürlich völlig andere Wert- und Moralvorstellungen hat. Aber weshalb zum Henker muss Frau Kelle ihren geistigen Dünnpfiff auch noch in der Öffentlichkeit verteilen, statt sich in Dehmut zu üben und wenigstens zu versuchen sich geistig weiterzubilden. Nein Frau Kelle, Schulbücher müssen nicht schwuler werden, aber weshalb zum Teufel sollen 5-10 Prozent der Schüler von jeglicher Aufklärung ausgeschlossen sein. Mit welcher Begründung soll man den Schwulen und Lesben jegliche Bildung bezüglich ihrer sexuellen Orientierung vorenthalten. Nur weil es einigen hinterwäldlerischen Kotzbrocken gegen den Strich geht?
Zitat: Birgit Kelle
"Damit ist auch gleich klar, wo die Gegner dieser Gesetzesänderung hingesteckt werden – in die „homophobe“ Strafecke. Leider zeigt es auch, daß nicht einmal Bildungsexperten den Unterschied zwischen einer krankhaften und somit therapiebedürftigen Phobie und der Ausübung des Rechtes auf Meinungsfreiheit, dem Erziehungsrecht der Eltern oder gar Religionsfreiheit unterscheiden können. "
 Nicht homophob? Natürlich sind Leute wie Frau Kelle homosexuellenfeindlich! Was denn sonst? Ginge es nach Leuten wie Kelle würde es vermutlich noch den Paragrafen 175 in der alten Version von 1949 geben. Nicht homophob? Was glaubt diese Tussi denn eigentlich worüber sie da eigentlich spricht? Immerhin geht es um eines der wichtigsten Grundrechte in einer Demokratie überhaupt - um Bildung und Aufklärung.
Zitat: Birgit Kelle
Mit der gleichen Argumentation hatte es ja auch die grün-rote Regierung in Baden-Württemberg versucht, als dort die Proteste gegen den Bildungsplan immer größer wurden. Über 200.000 Menschen haben dort die Petition dagegen unterschrieben. Alles Homophobe?
Nein, natürlich nicht. Ein Bekloppte die wahrscheinlich gar nicht recht wussten was sie da eigentlich unterschrieben haben, waren vermutlich auch darunter. Das Bundesland Baden Württemberg hat mehr als 10 Millionen Einwohner. Und davon haben sich nun also 200.000 als christliche Fundamentalisten geoutet - Hurra! Übrigens gab es auch mehrere Gegenpetitionen mit ähnlichen Stimmen. Dies  nur am Rande. Demokratie ist jedoch keine einfache Mehrheitsbestimmung. Demokratie basiert stets auf der Freiheit eines jeden einzelnen Induviduums. Und dazu zählt eben auch die sexuelle Orientierung und alles was an Selbstbestimmung und Aufklärung dazu gehört. 
Zitat: Birgit Kelle
Und so warnte die CDU-Frau vor einer Überforderung der Kinder in dieser Thematik. Auch sollten von außen eingeladene Personen für diesen Unterricht niemals mit den Kindern alleine gelassen werden. Allein mit dieser Aussage hat Bertholdes-Sandrock gute Chancen auf einen der oberen Ränge auf der Haßliste der sogenannten „Queer“-Lobby. Wie recht die CDU-Politikerin damit hat, zeigen die vielen Beispiele von einem bereits jetzt schon völlig aus dem Ruder laufenden Sexualkundeunterricht an vielen deutschen Schulen.
Aha - wenn eine gewaltige Haß- und Hetzmaschinerie wie die christlichen Kirchen zusammen mit politischen Partien gegen alles angehen was auch nur ansatzweise mit Aufklärung und Toleranz zu tun hat, dann ist das gute Arbeit die belohnt wird. Alles andere ist dann die Queer-Lobby. Wie sagte einst schon Voltaire: "Mein Herr ich teile ihre Meinung nicht, aber ich würde mein Leben dafür einsetzen das sie sie äußern dürfen" Das Grundprinzip jeglicher demokratischer Meinungsbildung. Aber weil Leuten wie Kelle keine objektiven Argumente haben, versuchen sie ihre Gegner zu diffarmieren und zu verunglimpfen. 
Zitat: Birgit Kelle
Nicht selten wird er an externe Referenten ausgelagert. Jüngst erst berichtete mir eine Mutter aus Hessen, daß die Klasse ihres 12jährigen Sohnes als Hausaufgabe eigenständig ohne Begleitung von Erwachsenen Kondome kaufen sollte; um die Scham abzulegen und sich „ein bißchen locker“ zu machen. Auf Nachfrage der Eltern bei der Klassenlehrerin stellte sich heraus: Sie hatte keine Ahnung, was im betreffenden Unterricht vor sich ging, und diese Ahnungslosigkeit wiederum teilte sie mit der Schulleiterin …
12 jährige die über Kondome aufgeklärt werden sollen? Und? Ich meine, Jugendliche kommen ab dem 9. Lebensjahr in die Pupertät. Mit 11 wichsen gut die Hälfte aller männlichen Jugendlichen breits regelmässig. Wieso zum Henker sollte ausgerechnet Aufklärung über die Wichtigkeit eines Kondoms so schlimm sein. Wie moralisch verkommen muss man eigentlich sein, um in Allen aber auch Allen etwas Schlechtes und Negatives zu erkennen?  

Weshalb zum Henker kann denn Frau Kelle nicht einfach mal ihre dummdreiste Klappe halten, wenn sie schon keine sachlichen Argumente anzubringen hat?