Donnerstag, 24. April 2014

Homo-Ehe in Malta

Eine Insel mit zwei Vätern

Schwule und lesbische Paare dürfen in Malta künftig Kinder adoptieren. Der Inselstaat scheint sich zunehmend von der katholischen Kirche zu lösen - das Ende des "konservativen Bollwerks" im Mittelmeer?
Von Marc Zimmer

Frauen küssen sich und tauschen Trauringe aus, zwei Männer schneiden eine Hochzeitstorte an: Hunderte Aktivisten feierten am Montagabend in Malta die Entscheidung des Parlaments, die Homo-Ehe auf der Insel zu legalisieren. Auch Premierminister Joseph Muscat lobt das Gesetz. Es mache Malta zu einem liberaleren und europäischeren Land.

Die Entscheidung ist bemerkenswert in einem Land, das den Katholizismus als Staatsreligion in der Verfassung verankert hat. 98 Prozent der Malteser sind römisch-katholisch. Maltas Politik fühlte sich lange Zeit der katholischen Kirche verpflichtet. So sind in Malta Schwangerschaftsabbrüche strafbar, Pornografie und Nacktbaden verboten.

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Osterbotschaft - Bischof in Uganda soll Homo-Verfolgung gelobt haben

Charles Wamika von der katholischen Diözese Jinja im Süden des Landes soll in seiner Osterbotschaft Eltern geraten haben, homosexuelle Kinder den Behörden zu melden.

Der katholische Bischof der südugandischen Diözese Jinja, Charles Martin Wamika, soll in seiner Osterbotschaft am Sonntag die Verschärfung der Gesetzgebung gegen Homosexuelle angepriesen haben. Das berichtet die amerikanische LGBT-Aktivistin und Bloggerin Melanie Nathan unter Berufung auf einen anonymen schwulen Mann aus der Gegend.

Eine weitere Quelle für den Bericht liegt zunächst nicht vor; das Blog vergleicht die Situation in Uganda mit einem Genozid, Nazi-Deutschland und dem Holocaust. Daher ist der Bericht, der in sozialen Netzwerken stark verbreitet wurde, mit Vorsicht zu genießen.


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Vargas Llosa verärgert katholische Kirche in Peru

Der Literaturnobelpreisträger macht sich für die Rechte Homosexueller stark. Damit überschreite er seine Zuständigkeiten, sagen Vertreter der katholischen Kirche in Peru.

Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa hat sich mit der Forderung nach mehr Rechten für Homosexuelle den Ärger der katholischen Kirche seines Landes zugezogen. "Er maßt sich das Recht an, der Wächter des Gewissens anderer zu sein", kritisierte die peruanische Bischofskonferenz in einer Erklärung in Lima. Vargas Llosa überschreite damit seine Zuständigkeiten.

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Todesstrafe für Schwule: Brunei wartet ab

Scharia soll erst eingeführt werden, wenn der Sultan wieder im Land ist

Eine Galgenfrist für homosexuelle Muslime gibt es im Sultanat Brunei: Die Scharia, die für gleichgeschlechtlichen Sex die Steinigung vorsieht, wird nun vorerst nicht eingeführt. Sehr lange dürfte die Galgenfrist aber nicht dauern.

Denn wahrscheinlich soll die Scharia in Anwesenheit von Sultan Hassanal Bolkiah eingeführt werden. Und der befindet sich auf Staatsbesuch in Singapur. An der offiziellen Zeremonie zur Einführung der Scharia am 30. April werde festgehalten, so ein Beamter gegenüber der „Brunei Times“.


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Berlin - CSD vs Fanmeile?

Mit ihren rund 700.000 Besuchern ist die Veranstaltung des Christopher Street Day die wohl größte und wichtigste Berlins. Dennoch: eine Genehmigung für die diesjährige Ausführung hat der Verein bis heute nicht erhalten. Robert Kastl, der Veranstalter des CSD, meinte dazu, es sei schön, wenn bald Klarheit herrschen würde. Kastl plante die Route (wie im Jahr zuvor) vom Kurfürstendamm bis zum Brandenburger Tor. Doch damit schneiden sich zwei Ereignisse – denn am 21. Juni 2014 (Tag des CSD, der an die große Demonstration für Gleichberechtigung von Homosexuellen in New York erinnern soll) soll auf der beliebten Straße des 17. Juni auch das WM-Vorrundspiel zwischen Deutschland und Ghana ausgestrahlt werden. Als Alternative für den CSD bietet sich eine vorgeschlagene Route, die vor dem Paul-Löbe-Haus endet. Aus Sicherheitsgründen könnte diese jedoch abgelehnt werden. Kastl entschied sich fortan erst einmal abzuwarten.

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Montag, 14. April 2014

Medienkritik - Die freie Welt - Der Wind dreht sich

Der Wind dreht sich
von Professor Adorján F. Kovács

Liebe Leute vom Tagesspiegel, Ihr schriebt gestern: „Akif Pirinçci wütet in seinem Buch »Deutschland von Sinnen« gegen Frauen, Schwule und Zuwanderer.“ Das Buch heißt aber im Untertitel, und sein Inhalt bestätigt das jedem, der es liest: „Der irre Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer“. Worum also geht es? Genau. Um den Kult. Also eben nicht um Frauen, Schwule und Zuwanderer per se. Und auch nicht gegen sie. Aber dafür muss man richtig lesen können. Und wollen. Aber Ihr, wie fast alle Eure fassungs- und hilflosen „KollegInnen“ von den Leitmedien, schweigt im Grunde zum Thema des Kults um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer. Denn Ihr denkt stereotyp, Ihr handelt ritualisiert. Weil Ihr ganz einfach glaubt, recht zu haben, wiederholt Ihr Euch ständig, vorhersehbar und kultisch. Vielleicht könnt Ihr gar nichts zu den Inhalten Eures “links-grünen” Kultes sagen. Denn „den Wahn erkennt natürlich niemals, wer ihn selbst noch teilt“ (Freud).


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Kommentar Andy

Nach dem Lesen dieses kurzen Beitrags lautet meine erste Frage - ist der Zusatz "Professor" womöglich nur ein Spitzname. Denn mein Verstand weigert sich standhaft zu glauben, dass ein Mensch mit derartig merkwürdig verdrehten Ansichten tatsächlich eine Professur an einer echten Hochschule innehaben könnte. Auf jeden Fall ist Herr Kovács  ein Beweis dafür, dass Fachwissen nicht unbedingt etwas mit wahrer Intelligenz zu tun hat. 

Russische Homosexuelle fliehen in die USA

Immer mehr Schwule und Lesben aus Russland stellen in den USA Asylanträge. In ihrer Heimat werden sie bedroht, verprügelt und verlieren ihre Arbeit. Seit Putins "Propaganda-Gesetz" hat sich die Lage drastisch verschärft. 

"Es war ein fürchterlicher Unfall", erinnert sich Alex Kovkov im Gespräch mit der Deutschen Welle. Er ist so schwer verletzt, dass er im Krankenhaus seinen Namen nicht mehr nennen kann. Doch das medizinische Personal verweigert die Notversorgung. Noch nicht einmal ein Glas Wasser hat man für ihn. Es klingt wie ein Alptraum, aber für den heute 33-jährigen Russen war es die Realität. 

Ärzte verweigern medizinische Notversorgung

Am Steuer seines Mercedes war Kovkov zuvor in überhöhtem Tempo gegen eine Wand gerast. Mit Schädeltrauma und tiefen Schnittwunden wird er in das renommierte Moskauer Sklifosovski Institut für Notfallmedizin eingeliefert. Doch dort erhält er alles andere als Erste Hilfe: "Wir brauchen hier keine HIV-Infizierten in unserer Klinik", wird dem Hilfesuchenden harsch beschieden, nachdem er zuvor in Sorge um das medizinische Personal seine Infektion offenbarte. Kovkov hört noch, wie sie "geh nach Hause" rufen und findet sich irgendwann später in der psychiatrischen Abteilung des Krankenhauses wieder. Auch dort passiert nichts. Der am ganzen Körper Blutende bleibt mehrere Stunden sich selbst überlassen, bis er sich schließlich aus eigener Kraft auf die Straße schleppt und mit einem Taxi nach Hause gelangt.

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