Sonntag, 5. Januar 2014

Blüm greift Verfassungsgericht an

Die Familie sei die „Elementareinheit der Gesellschaft“, schreibt der frühere Arbeitsminister Norbert Blüm in einem Gastbeitrag für die Sonntagszeitung. Der CDU-Politiker kritisiert „rhetorische Tricks“ in den Urteilen der Karlsruher Richter zur Homo-Ehe. 

Der ehemalige Arbeitsminister Norbert Blüm übt in einem Gastbeitrag für die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (F.A.S.) scharfe Kritik am Bundesverfassungsgericht. Blüm schreibt, die Richter des Zweiten Senats, die Anfang Juni entschieden hatten, dass das Ehegattensplitting auch auf homosexuelle Paare angewendet werden muss, hätten sich damit „kurzerhand über eine gefestigte, langjährige Rechtsprechung hinweggesetzt“.

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Kommentar Andy

Es ist doch immer wieder "lustig". Schwule und Lesben haben also auch Rechte und natürlich ist man tolerant und überhaupt hat man nichts gegen Homosexuelle. Wie kann man nur so etwas Garstiges denken. Aber so ganz die gleichen Rechte will man denn doch nicht haben. Und überhaupt, das Bundesverfassungsgericht weiß es, aber Norbert Blüm wie auch die Bayerische CSU wissen es auf alle Fälle besser. Vielleicht sollte das Bundesverfassungsgericht beim nächsten Mal gleich Herrn Blüm um Rat fragen.

Wobei sich mir immer wieder die gleiche Frage aufdrängt. Weshalb stellt die Homo-Ehe für Heteros eine Benachteiligung dar? Ich meine, die meisten Heten haben sich jahrzehntelang nicht darum gekümmert was Schwule und Lesben machen. Weshalb sollte sich daran etwas ändern? Die heterosexuelle Ehe steht doch nicht deshalb unter besonderen Schutz des Staates weil man andere Menschengruppen benachteiligt und ihnen jegliche Rechte voränthält.  Geht es eigentlich irgendeinen heterosexuellen Ehepaar besser wenn die Homo-Ehe nicht eingeführt wird? 


Homo-Ehe: Norbert Blüm gibt sich der Lächerlichkeit preis!

Norbert Blüm (CDU) war von 1982 bis 1998 Arbeitsminister unter Bundeskanzler Helmut Kohl. Eigentlich hätte man ihn also längst vergessen können, doch lässt der Mann das einfach nicht zu. Heute etwa schreibt er in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) über die Homo-Ehe und kritisiert dabei die Bundesverfassungsrichter in Karlsruhe scharf, indem er ihnen mit ihren Urteilen eine Anbiederung an den Zeitgeist vorwirft. queerpride.de kommentiert:
Norbert Blüm (78) gehört zu der Riege von Ex-Politikern, denen es einfach nicht gelingen mag, eine Einladung in die Talkshows auszuschlagen. Anstatt die üppige Pension im finnischen Ferienhaus zu geniessen und sich um die Enkel- und Urenkelkinder zu kümmern, schreibt er mehr oder weniger entbehrliche Bücher, äussert sich in Interviews und Gastbeiträgen zu jedem möglichen und unmöglichen Thema, oder aber er wirkt in der Jury einer TV-Sendung mit, in der man Berufe oder aber Verwandte von Prominenten erraten kann. So weit, so gut. Er hat sich in den letzten Jahren zu einer lächerlichen Person entwickelt, und das Wirken von lächerlichen Personen bringt es eigentlich mit sich, dass man über sie offen oder versteckt lacht.

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Italien: Homo-Ehe soll gleichgestellt werden

Liebe ist nicht gleich. Liebe wird nicht gleich behandelt. Liebe hat unterschiedliche, rechtliche Grundlagen. In der EU ist Italien eines der letzten Länder, das für Homosexuelle weder die Möglichkeit der Ehe noch der eingetragenen Partnerschaft vorsieht.
Daran gerüttelt wird immer wieder. Zuletzt von Matteo Renzi, der eine Gleichstellung der homosexuellen Lebenspartnerschaften mit der Ehe fordert. Angelino Alfano mit seiner NCD (Nuovo Centro Destra) will davon nichts wissen und proklamiert: „Denken wir zuerst an die Familien.“

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Russland und Olympia

Aggressives Verbot schwuler und lesbischer Liebe

In wenigen Wochen werden in Sotschi die Olympischen Winterspiele eröffnet. Noch nie gab es im Vorfeld eine derartige Diskussion über die Rechte von Homosexuellen im austragenden Land. Sie werden in Russland beschimpft und diskriminiert.

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Donnerstag, 2. Januar 2014

Kardinal Lehmann wirbt für Reformen in katholischer Kirche

Eine Menge Reformen seien in der katholischen Kirche notwendig, meint Kardinal Lehmann in seiner Silvesterpredigt. So solle auch der Standpunkt zur Homosexualität von der Kirche neu bewertet werden. 

Der Mainzer Kardinal Karl Lehmann hat in seiner Silvesterpredigt Reformen in der katholischen Kirche angemahnt. Sie seien etwa im Blick auf das kirchliche Verständnis von Sexualität, Ehe, Familie und besonders der Empfängnisregelung sowie der Bewertung der Homosexualität „wahrhaftig notwendig“, sagte Lehmann am Dienstagabend im Mainzer Dom nach einem vorab verbreiteten Redetext. Man dürfe aber „nicht überall globale Antworten bis ins Detail erwarten“, sondern müsse auch „die Einheit und Wahrheit des Glaubens bewahren“.

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Politik geht auf Distanz

Für die Olympischen Spiele 2014 in Russland hagelt es immer mehr Absagen von Staats- und Regierungschefs. US-Präsident Barack Obama, der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck und EU-Justizkommissarin Viviane Reding sagten aufgrund der Menschenrechtssituation in Russland ihre Teilnahme ab.

Ebenso werden Frankreichs Präsident Francois Hollande und seine Amtskollegen aus Belgien und Luxemburg fehlen. Die US-Regierung wird keinen einzigen Vertreter entsenden, zudem berief US-Präsident Obama mit der Tennislegende Billie Jean King und der Eishockeyspielerin Caitlin Cahow zwei offen homosexuelle Sportler in die US-Delegation für Sotschi. Das wurde als deutliches Signal an die russische Regierung interpretiert, die seit Monaten wegen eines Gesetzes gegen „Homosexuellen-Propaganda“ in der Kritik steht.

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LUXEMBURG - Sport soll nicht als politisches Instrument missbraucht werden

LUXEMBURG - Sport soll nicht als politisches Instrument missbraucht werden. Dieser Ansicht ist das Luxemburger Olympische Komitee, das einen Boykott der Winterolympiade in Sotschi ablehnt.

Das Luxemburger Olympische Komitee wird sich an der Winterolympiade in Sotschi beteiligen. Für das COSL sei ein Boykott der Spiele nicht angebracht, so das Komitee am Dienstag. Sport könne nicht die Rolle der Politik oder der Diplomatie übernehmen, die über eigene Aktionsmittel verfügen. Aufgabe des COSL sei es, den Athlethen die besten Bedingungen zu ihrer Vorbereitung auf die Spiele zu gewährleisten. Gleichzeitig werde man die Athleten und die Delegationsmitglieder entsprechend informieren, betont das COSL.

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Kommentar Andy

So schnell kann man Dinge verklären und ins Gegenteil umdeuten. Erstens waren die Olympischen Spiele der Neuzeit niemals völlig unpolitisch und es ist völlig törricht zu glauben, man könne Sport komplett losgelöst von den politischen Entscheidungen eines Landes betrachten. Zweitens gilt das in Russland mit Präsident Putin ganz besonders. Putin mit seinen religionsgeprägten Nationalismus mittels Olympia eine Bühne für die Welt zu geben ist genauso falsch wie 1936 die Olympischen Spiele im nationalsozialistischen Berlin abzuhalten. Und gerade der Sport könnte sehr wohl auf poltische Mißstände aufmerksam machen, Mißstände die sich ganz offensichtlich durch politischer Diplomatie nicht lösen können.

Das Unbehagen nach Alan Turings Begnadigung

Eine königliche Unterschrift löst in Grossbritannien eine Flut von Kommentaren aus. Elizabeth II. hat über Weihnachten die Begnadigung des legendären Nazicode-Knackers Alan Turing unterzeichnet. Er wurde 1952 wegen seiner Homosexualität verurteilt. Doch die Begnadigung macht nicht allen Freude.

 Sie sind keine Schwulenhasser. Im Gegenteil. Die Kritiker, die in Internetforen und Kommentarspalten gegen Alan Turings Begnadigung anschreiben, gönnen ihm die posthume Wiedergutmachung. Aber sie wünschen dasselbe auch jenen weiteren 75‘000 Männern, die in Grossbritannien seit 1885 bis in die späten 1960er-Jahre wegen des Verbots der Homosexualität verurteilt wurden. Kritisiert wird also nicht, dass Alan Turing begnadigt wurde. Für Unmut sorgt vielmehr, dass Turing bis heute das einzige homosexuelle Opfer des «Act 1885» ist, dem dies vergönnt ist. Es ist dies jenes Gesetz, das auch Oscar Wilde ins Gefängnis brachte.

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