Sonntag, 13. Oktober 2013

Coming-Out-Tag

Der internationale Coming-out-Tag wird jährlich am 11. Oktober begangen. An diesem Tag sind Lesben, Schwule, Bisexuelle und Transgender dazu aufgerufen, sich öffentlich zu zeigen. Die Tradition des Coming-out-Tages geht auf den zweiten nationalen «March on Washington for Lesbian and Gay Rights» zurück, an dem am 11. Oktober 1988 etwa 500'000 Menschen teilnahmen. In der amerikanischen Hauptstadt demonstrierten sie für die Gleichberechtigung von Homosexuellen. Bereits am ersten Coming-out-Tag, der im Jahr 1987 stattgefunden hatte, haben Tausende schwule und lesbische US-Bürger und -Bürgerinnen ihre Namen in Zeitungen veröffentlichen lassen.
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1977 ermordeter LGBT-Aktivist Harvey Milk als erster offen Schwuler auf US-Briefmarke

Der staatliche US-Postdienst wird im kommenden Jahr den schwulen LGBT-Aktivisten und Politiker Harvey Milk auf einer Briefmarke ehren.

Das hat die Harvey Milk Foundation am Donnerstag bekannt gegeben. Milk ist nach Angaben von LGBT-Aktivisten der erste offen Schwule, der auf einer Briefmarke des "US Postal Service" verewigt wird.

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Forderung zum Coming Out Day

Anlässlich des 25. Coming Out Days hat der Berufsverband schwuler Führungskräfte, der Völklinger Kreis e.V. (VK), mehr Engagement für Diversity vom Mittelstand gefordert.


"Die Tabuisierung von Homosexualität in der deutschen Wirtschaft muss ein Ende finden. Dabei gibt es insbesondere im Mittelstand noch erheblichen Handlungsbedarf", erklärt VK-Vizechef René Behr. "Selbst in Unternehmen, in denen keine offene Diskriminierung von Lesben und Schwulen stattfindet, befürchten viele Angestellte Benachteiligung oder Ausgrenzung, wenn sie offen schwul oder lesbisch auftreten".

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Homosexuellen-Demos in Russland

Festnahmen bei Homosexuellen-Demo in Russland

Bei einer genehmigten Kundgebung für die Rechte von Homosexuellen in Russland haben orthodoxe Christen und Rechtsradikale in St. Petersburg die Teilnehmer mit Fäusten attackiert und beschimpft. Die Polizei nahm mindestens 20 Demonstranten und Störer fest, wie die Agentur Interfax am Samstag aus der zweitgrößten russischen Stadt meldete.


Handgemenge und Festnahmen bei Homosexuellen-Kundgebung in Russland 

 Moskau (dpa) Bei einer genehmigten Kundgebung für die Rechte von Homosexuellen in Russland haben Radikale und orthodoxe Christen in St. Petersburg die Teilnehmer mit Fäusten attackiert und beschimpft. Die Polizei nahm mindestens 20 Demonstranten und Störer fest, wie die Agentur Interfax am Samstag aus der zweitgrößten russischen Stadt meldete.


Homo-Demo nach Attacke abgebrochen

Mindestens 200 radikale und orthodoxe Christen haben in St. Petersburg Teilnehmer einer Homosexuellen-Kundgebung attackiert. Die Polizei nimmt 70 Störer und Demonstranten fest.
St. Petersburg –  
Nach einer Attacke radikaler Störer auf eine genehmigte Kundgebung für die Rechte Homosexueller in Russland sind in St. Petersburg etwa 70 Menschen festgenommen worden. Die Aktivisten warfen der Polizei der Touristenmetropole vor, sie sei viel zu spät gegen die Angreifer vorgegangen. Das meldete die Agentur Interfax am Samstag. Etwa 200 Störer, darunter orthodoxe Christen, hätten die rund 50 Teilnehmer mit Fäusten attackiert, beschimpft und Regenbogenfahnen - das Symbol der Homosexuellenbewegung - zerrissen.


 

Samstag, 12. Oktober 2013

Kuwait will Homosexuelle an Einreise hindern

 Ein kuwaitischer Politiker will mit medizinischen Tests Schwule entlarven - und sie an der Einreise nach Kuwait und andere Golfstaaten hindern. Wie der Test aussehen soll, verriet der Politiker nicht - doch ein kritisches Youtube-Video skizziert makabre Ideen. 
Medizinische Tests für Ausländer sind im arabischen Raum keine Seltenheit. Wer in Ländern der Golfregion oder auch in Syrien länger arbeiten oder studieren will, muss zu Beginn einen Gesundheitstest absolvieren. Das ist für gewöhnlich eine rasche Routineuntersuchung und ein Aids-Test. Yussuf Mindkar, Direktor für öffentliche Gesundheit im kuwaitischen Gesundheitsministerium, reicht das jedoch nicht. Er möchte einen Test, der Homosexuelle "entdeckt", wie er der lokalen Tageszeitung "Al Rai" in einem Interview sagte.

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Medizinische Untersuchung: Golfstaaten planen Schwulen-Test für Ausländer

Aktivisten in der arabischen Welt sind entsetzt: Die Golfstaaten wollen Ausländer einem medizinischen "Test auf Homosexualität" unterziehen, bevor sie eine Arbeitsgenehmigung erhalten. Die unsinnige Untersuchung soll Schwule offenbar abschrecken.
Das Vorhaben ist medizinisch abstrus, soll aber in den Golfstaaten umgesetzt werden: Die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman, Bahrain und Katar wollen Ausländer, die sich um eine Arbeits- und Aufenthaltsgenehmigung bewerben, auf Homosexualität testen. Das kündigte Jusuf Midkar vom kuwaitischen Gesundheitsministerium an.

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Kommentar Andy

Anfangs habe ich diese Meldung ebenfalls mit großen Entsetzen gelesen. Aber dann überlegte ich mir, wie wohl die Umsetzung dieser Tests aussehen würden und das sorgte dann schon für eine gewisse Erheiterung. Man stelle sich vor wie viele heterosexuelle Einreisende, die wer weiß was für peinliche Untersuchungen über sich ergehen lassen müssten. Und das Resultat wäre ja ohnehin in jeden Fall gleich Null. Ich glaube, solche Tests hätten sich erledigt bevor sie richtig begonnen hätten.

Großbritannien: Asylanten müssen angeblich ihre Homosexualität beweisen

Homosexuelle Männer und Frauen, die in Großbritannien Asyl suchen, weil sie im eigenem Land wegen ihrer Sexualität verfolgt werden, müssen den Behörden ihre sexuelle Ausrichtung belegen. Dies behaupten einige britische Abgeordnete.

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Kommentar Andy

Diese Meldung kommt gleich nach den geplanten Schwulentest in Kuwait. Vielleicht sollten die Mitarbeiter dieser Behörde einfach mal am Beispiel ihrer Person erklären wie man die sexuelle Orientierung beweißen kann. Mir ist das nämlich überhaupt nicht klar. Hm... mal überlegen, vielleicht könnte man den Testpersonen einige Stunden schwule Pornovideos zeigen und dann an der Reaktion.... nein, ich glaube nicht das der Steuerzahler so einen Test finanzieren würde. Also wie beweißt man denn die eigene sexuelle Orientierung? Fragen über Fragen.

Freitag, 11. Oktober 2013

Wie viele Homosexuelle gibt es in der Ukraine?

In diesem Monat sind ukrainische Politiker mit homosexuellen Beziehungen beschäftigt. Leidenschaften entbrannten sowohl in der Partei der Regionen als auch innerhalb der Opposition. Anlass für den Ausbruch sind zwei Worte, welche die Regierung dem 2. Paragrafen des Arbeitsrechts hinzufügen möchte. Dieser Paragraf spricht von der „Gleichheit der Arbeitsrechte aller Bürger unabhängig von Abstammung, sozialem Stand und Vermögensverhältnissen, Rasse und Ethnie, Geschlecht, Sprache, politischen Ansichten, religiöser Überzeugung, Art und Charakter der Tätigkeit, des Wohnortes und anderer Gründe“. Nach dem Wort „Geschlecht“ wird vorgeschlagen nach einem Komma in den Gesetzentwurf zwei Wörter zu schreiben – „sexueller Orientierung“.



Kommentar Andy

Ein durchaus interessanter und lesenswerter Artikel, wie ich finde. Zumal er auf klassische Art verdeutlicht wie und wo bei vielen Menschen die Probleme liegen. Die sexuelle Orientierung eines Menschen kann nicht geändert werden, schon gar nicht wegen einiger, im Grunde genommen eigentllich belangloser Bilder oder CSD-Demos. Die in dem Artikel akribisch aufgelisteten Zahlen zeigen einmal mehr die völlig Idiotie des Systems. Denn im Grunde genommen kommt es doch nicht nur auf die geouteten und offen schwul, bzw. lesbisch lebenden Personen an, sondern wieviel Menschen tatsächlich homosexuell sind und zwar ungeachtet der Tatsache ob jemand verheiratet ist, wieviel heterosexuellen Sex er möglicherweise hatte oder wieviel Kinder. Sehr viele heterosexuelle Jugendliche haben mindestens einmal in ihren Leben schwulen Sex, genauso wie viele schwule junge Männer auch schon mal heterosexuellen Sex ausprobiert haben. 

Allerdings kann man davon ausgehen, dass in einer homophoben Gesellschaft, wie es sie in fast allen osteuropäischen Ländern gibt, der Druck unter allen Umständen ungeoutet zu bleiben, unheimlich groß ist. Je freier und toleranter jedoch eine Gesellschaft ist, desto mehr Menschen werden sich auch zu ihrer abweichenden sexuellen Orientierung bekennen. Also egal zu welchen statistischen Zahlen manche Länder auch kommen. Der homosexuelle Anteil dürfte überall auf der Welt relativ gleich sein. Und in den westlichen Ländern werden es auch nicht etwa immer mehr Schwule und Lesben, es getrauen sich auf Grund der veränderten politischen Lage nur immer mehr Menschen dies offen zuzugeben.