Samstag, 6. Dezember 2014

Moraltheologe Goertz verlangt Neubewertung

Der Mainzer Moraltheologe Stephan Goertz hat sich für eine neue Sicht von Homosexualität in der katholischen Lehre ausgesprochen. Das Zweite Vatikanische Konzil (1962-1965) habe der Sexualität eine eigene sittliche Würde zuerkannt und sie von einer "Fixierung auf die Zeugung von Nachkommenschaft" abgekoppelt, erläuterte Goertz in einem Interview der österreichischen Wochenzeitung "Die Furche".

Demnach gebe es auch Möglichkeiten, Homosexualität "im Hinblick auf gleichgeschlechtliche Lebens- und Liebesgemeinschaft moralisch zu respektieren und anzuerkennen". Inzwischen sei akzeptiert, "dass es die homosexuelle Orientierung als natürliche Normvariante gibt", so der Theologe. Bei deren Bewertung komme es nicht auf das "vermeintlich Natürliche", sondern auf das "Humane der Sexualität" an. In der katholischen Kirche gehe man allerdings "noch nicht den Schritt, zu sagen: Auch diese Form einer Lebens- und Liebesgemeinschaft realisiert Werte, kann eine soziale Bereicherung sein". Dabei gelte die "einfache Wahrheit: Nicht nur Heterosexuelle sehnen sich nach Liebe".

Weiterlesen auf www.katholisch.de


Kommentar Andy

Ich denke, die Welt wird sich so oder so weiterdrehen. Wenn die katholische Kirche weiterhin daran festhält, Homosexuelle auszuschließen, dann wird die Entwicklung der Gesellschaft eben ohne diese Religion  weitergehen. Die christlichen Kirchen haben jetzt schon mit drastischen Austrittsquoten zu kämpfen.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen