Donnerstag, 13. Februar 2014

Russland und die Homosexualität

Im Duschraum mit nackten Riesenfrauen
Wer etwas für die Rechte von Homosexuellen tun will, sollte in Russland klein anfangen. Westliche Schrillheit hilft hier nicht weiter. Ein Plädoyer für Wandel durch Annäherung. 

Von Jüri Reinvere





Auch wenn ich mir einigermaßen vorstellen kann, worauf

Das Turnier des Zaren

Pro-schwules Rodel-Kuscheln
Vier Tage Olympia im TV und noch immer hat kein Athlet gegen Homophobie, Umweltzerstörung oder fehlende Menschenrechte protestiert. Ist die Kritik durch die Medaillenhatz wie weggepustet? Oder setzen am Mittwoch endlich ein paar tollkühne Männer allein durch Ausübung ihrer Sportart ein Zeichen?
Wo ist der Biathlet, der mit Regenbogenfahne durchs Ziel fährt? Wo ist die Snowboarderin, die bei der Blumenzeremonie Pussy-Riot-Gesten zum Besten gibt? Oder der Curler, der "Amnesty International" auf seinem Besen eingraviert hat? Trotz Dauergucken auf allen Kanälen: nichts!

Weiterlesen auf http://www.spiegel.de/kultur/tv/das-turnier-des-zaren-tv-blog-zu-olympia-in-sotschi-a-952960.html


 

Ich bin wohl homophob. Und das ist auch gut so

Wer nicht begeistert über Schwule spricht, ist gleich ein Schwulenhasser. Mittlerweile hat Homophobie dem Antisemitismus als schlimmste ideologische Sünde den Rang streitig gemacht. 
Von Matthias Matussek

Es war schon weit nach Mitternacht, die Selbstkontrolle schwand zusehends, sowohl in Maischbergers Runde zur Homosexualität ("Sollen wir umerzogen werden"?) wie auch vor den TV-Geräten, da schnappte die Falle zu, und einer meiner besten Freunde war als homophob entlarvt.
In der Maischberger-Runde sprach ein Familienvater über seine Idealvorstellung einer Verbindung: Mann, Frau, Kinder, das klassische Modell, und die gute Sandra fragte besorgt: "Sind Sie nicht der Meinung, dass diese Aussage für Schwule kränkend sein könnte?"




Kommentar Andy

Wie viele andere Berichte, geht auch dieser Kommentar am eigentlichen Kern der Sache meilenweit vorbei und, was das Schlimmste ist, er verharmlost die ganze Problematik in einer unerträglichen Weise. Es geht nämlich mitnichten darum alles gut und toll finden zu müssen. In Anbetracht der mehrere jahrtausende währenden Homosexuellen-Verfolgung, die bis ins letzte Drittel des zwanzigsten Jahrhundert in Deutschland anhielt, 2000 Jahre Menschenhaß, grausamster Folter, Verbrennung auf dem Scheiterhaufen, Ausgrenzung, Diffamierung und Tod, 2000 Jahre in denen unzählige Menschen unter dem Zeichen des Christentums ihrer Liebe beraubt wurden, in Anbetracht all dieser Geschehnisse davon zu sprechen, dass man das ganze Thema langweilig und übertrieben findet ist schon ein starkes Stück Dreistigkeit.

Mittwoch, 12. Februar 2014

Luxushotel führt symbolischen Protest gegen Putin

- From Oslo to Sochi with Love
Wenn Gäste des mondänsten Hotels Norwegens anreisen, dem Hotel The Thief in Oslo, werden sie von mehreren sich küssenden Paaren begrüßt - heterosexuellen, homosexuellen und aus verschiedenen ethnischen Gruppen bestehend - eine leidenschaftliche Unterstützung der weltweiten Principle-6-Kampagne. Hinter der Initiative stehen die Veranstalter von Europride 2014 und der norwegische Hotel-Tycoon Petter Stordalen.

Homophob? Muss nicht sein

Sexuelle Orientierung ist keine Entscheidung. Dennoch fühlen sich manche von Schwulen und Lesben bedroht. Das lässt sich ändern.  
Ein Gastbeitrag von Ulrich Klocke

Ist Ihnen schon mal aufgefallen, wie oft Heterosexualität zur Schau gestellt wird? Paare, die händchenhaltend flanieren; Kolleginnen, die auf der Arbeit von ihrem Freund erzählen; Politiker, die auf Wahlplakaten mit Frau und Kindern posieren; Tanten, die ihren Neffen fragen, ob er schon eine Freundin hat. Wenn Thomas Hitzlsperger aber nicht länger verheimlichen möchte, dass er sich zu Männern hingezogen fühlt; wenn lesbische, schwule, trans- und intergeschlechtliche Personen in der Schule berücksichtigt werden wollen, dann fühlen sich viele belästigt oder bedroht. In Leserkommentaren ist von "Modeerscheinung" die Rede, von "permanentem Outing". Menschen, denen die Allgegenwärtigkeit von Heterosexualität gar nicht auffällt, wird es zu intim, selbst wenn es gar nicht um Sex geht.
Warum ist das so, woher kommt diese Abneigung? Vor allem drei Faktoren beeinflussen die Entstehung von Homophobie: rigide Geschlechternormen, eine fundamentalistische Religiosität und Unkenntnis.

Weiterlesen auf http://www.zeit.de/wissen/2014-02/homophobie-ursachen-folgen-akzeptanz



Kommentar Andy

Ein wirklich gelungener Beitrag der den Kern des Problems sehr gut beschreibt.

Mardi Gras in Sydney beginnt mit Solidaritätsaktion für Russland

Massen-Händchenhalten für Sotschi in Australien

Die australische Hafenstadt Sydney ist wieder ganz im Zeichen einer der größten schwul-lesbischen Veranstaltungen der Welt: Am Freitag wurde dort der Mardi Gras eröffnet, indem auf dem Rathaus offiziell die Regenbogenflagge gehisst wurde. Dieses Jahr steht das Festival unter dem Titel „Kaleidoscope“. Am Sonntag fand eine Solidaritätsaktion mit Lesben und Schwulen in Russland statt.

Weiterlesen auf http://www.ggg.at/index.php?id=62&tx_ttnews[tt_news]=5804&cHash=796ef9575d489001215913f0420c72fc

TV-Kritik

Maischberger-Talk über Homosexualität: Wenn Worte wehtun

Werden in Baden-Württemberg demnächst die Kinder in der Schule schwul gemacht? Und muss man so eine dumme Frage überhaupt ernsthaft diskutieren? Man muss es offenbar. Immer wieder. Und geduldig wie Sandra Maischberger.

So einfach ist das also.
"Wir müssen nicht über die einzelnen Worte so viel nachdenken", sprach Hartmut Steeb ganz am Anfang der aktuellen Ausgabe von "Menschen bei Maischberger". Zur Debatte stand der gerade entstehende neue Bildungsplan in Baden-Württemberg, in dem vorgesehen werden soll, den Schülerinnen und Schülern jede denkbare sexuelle Orientierung als gleichwertig zu vermitteln, sowie die Online-Petition dagegen, in der befürchtet wird, es drohe nun eine "moralische Umerziehung" an den Schulen.

Weiterlesen auf http://www.spiegel.de/kultur/tv/tv-kritik-zu-maischberger-talk-ueber-homosexualitaet-a-952888.html