Wer etwas für die Rechte von Homosexuellen tun will, sollte in Russland klein anfangen. Westliche Schrillheit hilft hier nicht weiter. Ein Plädoyer für Wandel durch Annäherung.
Von Jüri Reinvere
Ich war ein wenig irritiert, als die Schauspielerin Tilda Swinton neulich mit Regenbogenflagge auf dem Roten Platz in Moskau auftrat. Ich für meinen Teil käme nicht auf die Idee, wegen eines Anti-Homosexuellen-Gesetzes auf die Barrikaden zu gehen. Auf den Barrikaden verliert man Kraft. Dabei zweifelte ich nicht, dass Tilda Swinton es gut meinte; aber ich war mir nicht sicher, was sie erreichen könnte. Mit dem Olympia-boykott-Aufruf von Stephen Fry kam ich auch nicht zurecht.
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Kommentar Andy
Auch wenn ich mir einigermaßen vorstellen kann, worauf Jüri Reinvere hinaus will und seine Gedanken durchaus nachvollziehen kann, so bleibt bei seinen Äußerungen dennoch ein tiefes Missverständnis in allen Bereichen der sexuellen Orientierung.