CDU-Rechter Hans-Jürgen Irmer erklärt, Homosexualität sei „Normalität“.
Die Grünen bleiben allerdings weiterhin misstrauisch. Die Hessen-Union
akzeptiert die Stellungnahme.
Der Druck war am Ende wohl einfach zu groß: Nach heftiger Kritik hat der
umstrittene CDU-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer seine Äußerung
zurückgenommen, Homosexualität sei „nicht normal“. Mit diesem Wortlaut
war Irmer vor zwei Wochen von der „Frankfurter Neuen Presse“ zitiert
worden – und auch mit dem spöttischen Hinweis, andernfalls hätte „der
Herrgott das mit der Fortpflanzung anders geregelt“. Die Zitate hatten
breite Empörung ausgelöst.
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Mittwoch, 5. November 2014
Nach Coming-out von Tim Cook Apple-Denkmal in Russland abgerissen
In Sankt Petersburg ist ein Denkmal für den toten Apple-Gründer Steve
Jobs nach dem Coming-out seines Nachfolgers Tim Cook abgerissen worden.
Cooks Offenbarung sei "ein öffentlicher Aufruf zur Sodomie", hieß es in
einer Mitteilung der russischen Firmengruppe ZEFS, die das Denkmal - ein
zwei Meter großes iPhone - im Januar 2013 hatte errichten lassen. Die
Skulptur verletze das Gesetz, nach dem Minderjährige vor homosexueller
Propaganda geschützt werden müssten. Junge Studenten hätten zu dem
Monument direkten Zugang gehabt. "Die Sünde sollte nicht zur Norm
werden", erklärte ZEFS-Chef Maxim Dolgopolow. Wer das Gesetz brechen
wolle, habe in Russland nichts zu suchen.
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Kommentar Andy
Nicht das es solch ein ähm, Denkmals bedurft hätte. Mir ist ehrlich gesagt auch gar nicht recht klar was der Grund dafür eigentlich sein soll. Auf alle Fälle ist der Grund für den Abtransport völlig daneben. Die Skulptur verletze nach Auffassung des Unternehmens, das Gesetz, nach dem Minderjährige vor homosexueller Propaganda geschützt werden müssten. Ja, aber die Skulptur besteht doch nur aus einen etwa 2 Meter hohen iPhone auf dem unter anderen auch Tim Cook zu sehen ist. Da stellt sich doch in Zukunft die Frage, ob es in Russland nicht womöglich angebracht sei komplett alle iPhon zu verbieten. Aber nein, ich denke so weit geht der russische Nationalismus denn doch nicht. Denn aller Homophobie zum Trotz, wenn es um luxuriöses Konsumverhalten geht, gibt es für viele Russen keine Regeln. Schwule Unternehmer aus den Vereinigten Staaten hin oder her.
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Kommentar Andy
Nicht das es solch ein ähm, Denkmals bedurft hätte. Mir ist ehrlich gesagt auch gar nicht recht klar was der Grund dafür eigentlich sein soll. Auf alle Fälle ist der Grund für den Abtransport völlig daneben. Die Skulptur verletze nach Auffassung des Unternehmens, das Gesetz, nach dem Minderjährige vor homosexueller Propaganda geschützt werden müssten. Ja, aber die Skulptur besteht doch nur aus einen etwa 2 Meter hohen iPhone auf dem unter anderen auch Tim Cook zu sehen ist. Da stellt sich doch in Zukunft die Frage, ob es in Russland nicht womöglich angebracht sei komplett alle iPhon zu verbieten. Aber nein, ich denke so weit geht der russische Nationalismus denn doch nicht. Denn aller Homophobie zum Trotz, wenn es um luxuriöses Konsumverhalten geht, gibt es für viele Russen keine Regeln. Schwule Unternehmer aus den Vereinigten Staaten hin oder her.
Homosexualität, ein Geschenk?
Von Berlins so gerade noch Regierendem Bürgermeister Klaus Wowereit wird
politisch vermutlich nicht viel bleiben. Aber in einer Hinsicht hat er
tatsächlich Geschichte geschrieben. Nicht nur damit, dass er als einer
der führenden Repräsentanten dieses Landes sich selbstbewusst zu seinem
Schwulsein bekannte. Fast mehr noch, weil er sich dabei rhetorisch etwas
abverlangte. Der Satz "Ich bin schwul, und das ist auch gut so" ging um
die Welt. Und er brachte für sich outende Prominente gewissermaßen die
Selbstverpflichtung zur Sentenz mit sich. Der Fußballspieler Thomas
Hitzlsperger fiel mit seinem Outing zwar rhetorisch eindeutig hinter
Wowereit zurück: "Ich äußere mich zu meiner Homosexualität" klang
ausgesprochen hölzern. Aber er brachte ein Anliegen vor. "Ich möchte
damit eine Diskussion über Homosexualität unter Profisportlern anregen" –
dieser Nachsatz machte seine Selbstentblößung ja erst vollständig und
dann doch noch zu einem originellen Sprechakt.
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Kommentar Andy
Doch, ich denke schon das für manche Menschen die Homosexualität ein Geschenk sein kann. Schwul zu sein ist für mich schon weitaus mehr, als eine andere sexuelle Orientierung zu haben. Ich denke, man bekommt die Möglichkeit über viele Dinge des Lebens nachzudenken und sich seinen eigenen Standpunkt zu bilden.
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Kommentar Andy
Doch, ich denke schon das für manche Menschen die Homosexualität ein Geschenk sein kann. Schwul zu sein ist für mich schon weitaus mehr, als eine andere sexuelle Orientierung zu haben. Ich denke, man bekommt die Möglichkeit über viele Dinge des Lebens nachzudenken und sich seinen eigenen Standpunkt zu bilden.
Montag, 3. November 2014
"Roll Over, Tchaikovsky" - Russlands Wettstreit zwischen Homophobie und Homophilie
In seinem Buch "Roll Over, Tchaikovsky" untersucht der
Musikethnologe Stephen Amico, warum so viele russische Popstars mit
schwulen Themen spielen. Ein Interview.
Von Kevin Clarke
queer.de: Herr Amico, Homophobie ist ein Phänomen im post-sowjetischen Russland, das viele Menschen im Westen mit Bestürzung registrieren. Sie haben selbst viele Jahre in Russland verbracht: Warum sind religiöse Gruppen und ihre homophobe Ideologie so mächtig in einem Land, das über Jahrzehnte offiziell atheistisch war?
Stephen Amico: Man muss hier erst mal auf das Wort "offiziell" eingehen. Sicher haben die Führung der Kommunistischen Partei und alle, die in dem System Karriere machen wollten, der Religion abgeschworen. Sie wurde abgetan als "Opium fürs Volk", um Karl Marx zu zitieren. In der Realität sah die Sache jedoch anders aus, wie oft bei offiziellen Dogmen. Man muss schon fragen, wie viele Menschen sich tatsächlich an den verordneten Atheismus gehalten haben.
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Von Kevin Clarke
queer.de: Herr Amico, Homophobie ist ein Phänomen im post-sowjetischen Russland, das viele Menschen im Westen mit Bestürzung registrieren. Sie haben selbst viele Jahre in Russland verbracht: Warum sind religiöse Gruppen und ihre homophobe Ideologie so mächtig in einem Land, das über Jahrzehnte offiziell atheistisch war?
Stephen Amico: Man muss hier erst mal auf das Wort "offiziell" eingehen. Sicher haben die Führung der Kommunistischen Partei und alle, die in dem System Karriere machen wollten, der Religion abgeschworen. Sie wurde abgetan als "Opium fürs Volk", um Karl Marx zu zitieren. In der Realität sah die Sache jedoch anders aus, wie oft bei offiziellen Dogmen. Man muss schon fragen, wie viele Menschen sich tatsächlich an den verordneten Atheismus gehalten haben.
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Kardinal Müller: Homosexualität ist widernatürlich und Sünde
Der Glaubenspräfekt und frühere
Bischof von Regensburg, Gerhard Ludwig Kardinal Müller, hat
Homosexualität als widernatürlich bezeichnet. Auch eine Handreichung für
wiederverheiratete Geschiedene bezeichnete Müller in einem Interview
als gegen das Evangelium.
Während der außerordentlichen Synode in Rom Ende Oktober hatte es
vermehrt Stimmen liberale Kräfte gegeben, die von der katholischen
Kirche einen offeneren Umgang mit Geschiedenen und Homosexuellen
forderten. Doch bei der Abstimmung des Schlussberichts verfehlten
Passagen, die jene Themen betrafen, die nötige Zweidrittel-Mehrheit der
Synodalen.Gerhard Ludwig gab das Interview, das am vergangenen Wochenende (1. November) in der polnischen Zeitschrift „Nasz Dziennik“ veröffentlicht wurde, offenbar auf Polnisch. Wörtliche Zitate im Folgenden sind eine deutsche Übersetzung einer englischen Version des Interviews.
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»Es ist Zeit, offen zu reden«
Sechs Bischöfe, zwei Stunden, ein Thema: In Oklahoma City wurde live im Internet über den Umgang mit homosexuellen Menschen in der EmK diskutiert.
Sechs Mitglieder des Internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) und der Chef des US-amerikanischen EmK-Verlagshauses haben über den Umgang mit homosexuellen Menschen in der EmK diskutiert. Die Debatte wurde live im Internet übertragen. Sie warben dafür, unterschiedliche Auffassungen zu respektieren und sich auf den Auftrag der Kirche zu konzentrieren.
Weiterlesen auf www.emk.de
Sechs Mitglieder des Internationalen Bischofsrats der Evangelisch-methodistischen Kirche (EmK) und der Chef des US-amerikanischen EmK-Verlagshauses haben über den Umgang mit homosexuellen Menschen in der EmK diskutiert. Die Debatte wurde live im Internet übertragen. Sie warben dafür, unterschiedliche Auffassungen zu respektieren und sich auf den Auftrag der Kirche zu konzentrieren.
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Sonntag, 2. November 2014
ALEXANDER VOGT ÜBER HOMOSEXUELLE IN DER UNION
Herr Vogt, zum ersten Mal durften Sie den Jahresempfang
der LSU in der Parteizentrale im Konrad-Adenauer-Haus abhalten. Sind
Homosexuelle jetzt in der Mitte der Partei angekommen?
Alexander
Vogt: Wenn Sie sich anschauen, wo Homosexuelle schon heute in der
Partei tätig sind, ja. Trotz allem gibt es noch Vorbehalte, wie überall
in der Gesellschaft. Die unterschwelligen Vorbehalte sind nicht weg. Ich
vergleiche das immer mit Rassismus. Der ist auch verboten, aber man
wird ihn nie ganz abschaffen können.
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