Dienstag, 18. Februar 2014

Schwul-lesbische Spiele in Moskau

Unter Beobachtung

Nach den Winterspielen soll in Moskau ein Sportfest von Schwulen und Lesben stattfinden. Wenn die Behörden nicht alles verhindern.


Konstantin Jablotskij wollte nicht nach Sotschi reisen, er interessiert sich nicht wirklich für Olympia, außerdem könnte sein Besuch Ärger nach sich ziehen. Doch Jablotskij hat seine Meinung geändert. Er möchte in Sotschi ein Kunststück vollbringen: Werbung machen, ohne viel Aufmerksamkeit zu erregen.

Jablotskij und seine Freunden wagen eine Revolution: Am 26. Februar, in der Pause zwischen Olympischen Spielen und Paralympics in Sotschi, sollen in Moskau die Open Games beginnen, das erste schwul-lesbische Sportfestival in Russland, mit fünfhundert Teilnehmern. An fünf Tagen sollen Wettbewerbe in neun Sportarten stattfinden, mit Workshops, Debatten, Konzerten. Nun will Jablotskij am Schwarzen Meer Unterstützer aus Europa gewinnen, Politiker, Sportler, Journalisten – diese Chance hat er selten.

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Erster schwul-lesbischer Sportanlass in Russland
Offene Spiele hinter verschlossenen Türen


Nach Olympia stehen in Sotschi die Paralympics an. Bevor aber die Behindertensportler in den Fokus rücken, gibt es in Moskau die Open Games, den ersten schwul-lesbischen Sportanlass in Russland.

Ronny Blaschke

Konstantin Yablotskiy wollte nach Frankreich auswandern und in Paris offen schwul leben. Der Weg in den Westen führte den russischen Eiskunstläufer erst aber nach Köln. Dort fanden 2010 die Gay Games statt, die schwul-lesbischen Weltspiele. Yablotskiy gewann Gold, wurde gefeiert, vielfach interviewt. Die Nachricht sprach sich herum, irgendwann standen Reporter vor dem Haus seiner Eltern in Archangelsk, im Norden Russlands. «Ich hatte mein Comingout zur besten Sendezeit im Staatsfernsehen», sagt der junge Chemielehrer. Familie und Kollegen hielten zu ihm. Und Yablotskiy entschied sich, statt auszuwandern, nach Moskau und in die Offensive zu gehen. Nun veranstaltet er die Open Games.

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