Ein weiterer US-Bundesstaat will Homo-Gegnern erlauben, aus
religiösen Gründen Schwule und Lesben zu diskriminieren – es fehlt nur
noch die Unterschrift des erzkonservativen Gouverneurs.
Beide Kammern des von Republikanern kontrollierten Parlaments von
Mississippi haben am Dienstag das Gesetz SB 2681 beschlossen, das die
Diskriminierung von Homosexuellen durch Christen und andere Gläubige
gestatten würde. Das euphemistisch genannte "Gesetz zur
Wiederherstellung der Religionsfreiheit" erzielte eine überwältigende
Mehrheit: Im Repräsentantenhaus stimmten 78 Abgeordnete für das Gesetz,
43 waren dagegen. Im Senat endete die Abstimmung mit 38 zu 14. Neben dem
Recht auf Diskriminierung sieht der Entwurf auch vor, den Satz "In God
We Trust" ins Staatswappen einzufügen.
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Kommentar Andy
Ich bin nicht so ganz davon überzeugt das dieses Gesetz auf Dauer Bestand hätte, denn entweder gibt es eine Verfassung in der grundlegende und vor allen gleiche Menschenrechte verankert sind oder es gibt sie nicht. Hier in diesen Fall besteht ein Konflikt zwischen dem Recht auf Religionsfreiheit einerseits und dem Gleichheitsgrundsatz andererseits. Spätestens seit der Revulution in Frankreich von 1789 lautet aber der oberste Grundsatz aller freiheitlichen und demokratischen Rechtsstaaten, das die Rechte von Menschen nicht dazu führen dürfen, dass die Rechte anderer Menschen eingeschränkt werden.
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