Freitag, 29. November 2013

Blog-Beitrag von von Michael Klonovsky

Apfel und Birne

In einem Vortrag über Familie, Adoption und Kinder merkt Bernhard Lassahn mit feinem Gespür für Nuancen an, dass in dem unter anderem auch von Walser und Grass unterzeichneten offenen Brief an alle Mitglieder des Bundestages zur Legalisierung der Homo-Ehe die verräterischste Formulierung lautete: “Gleichgeschlechtliche Liebe ist Liebe wie jede andere auch.” Es gibt nämlich kein “jede”, sondern eben nur eine, die normale, ewige, der Fortpflanzung der Gattung dienende Liebe – und eine Reihe von Normabweichungen mit gewiss individuell hohem Amüsementwert, aber eben ohne Kinder als Ziel und Ergebnis und folglich nicht gleichwertig. Da den Autoren des Briefes das natürlich klar gewesen sei, so Lassahn, haben sie das einen vermeintlichen Plural oder gar Pluralismus suggerierende, die Tatsachen indes vernebelnde Wörtchen “jede” gewählt.,

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Kommentar Andy

Um ganz ehrlich zu sein, ich bin die ewige Diskussion rund um das Thema Kindesadoption wirklich leid und zwar hauptsächlich deshalb, weil viele Menschen gar nicht das eigentliche Thema erkennen. So wird beispielsweise immer wieder behauptet, Homosexuelle könnten keine Kinder bekommen. Was für ein Blödsinn. Toleranz und Aufklärung hin oder her, es dürfte auch in Deutschland immer noch weit mehr Schwule und Lesben geben die in einer heterosexuellen Ehegemeinschaft mit Kindern leben als offen schwul lebende Menschen. Schwule Männer können Kinder zeugen und sie tun dies mitunter auch, egal ob nun mit oder ohne "Segnung" des Staates. Und auch für Lesben dürfte es kein Problem darstellen. 

Sankt-Petersburg veranstaltet schwul-lesbisches Filmfestival

Seit 21. November und noch bis Ende des Monats läuft in Sankt Petersburg das VI. internationale Lesbian, Gay, Bisexual und Trans (LGBT) -Filmfestival „Bok o Bok“ (zu Deutsch „Seite an Seite“). 


Ziel der Veranstaltung, die unter dem Motto „Andere Liebe, gleiche Rechte" steht, ist es, die Thematik der Homosexualität, Bisexualität und des Transgenderdaseins aus der Perspektive des Films zu betrachten.
Im Rahmen des Programms werden 32 Filme gezeigt, unter ihnen zehn Streifen mit voller Spielfilmlänge und drei Zusammenstellungen von Kurzfilmen. Gewinner und Teilnehmer der weltweit größten Filmfeste wie Sundance, Cannes und Berlin sind nach Sankt Petersburg angereist. Die Vorstellungen und Diskussionen finden an vier Standorten in der Stadt statt. 2012 hatte das Festival etwa 2.500 Besucher gezählt.

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Kommentar Andy

Also ich denke, hier muss man zunächst mal klarstellen, das diese Veranstaltung ganz sicher nicht von der Stadt Sankt-Petersburg durchgeführt und organisiert wird, wie man fälschlicherweise von der Überschrift herauslesen könnte. Ich möchte auch das große Engagement der Aktivisten hier an dieser Stelle ganz sicher nicht geringschätzen, ganz im Gegenteil. Aber für eine so große Stadt wie Sankt Petersburg mit fast 5 Millionen Einwohner ist eine Besucherzahl von 2.500 eher eine Schande.

 

Heilsarmee: Homosexualität ist keine Sünde

Nach Protesten von LGBT-Aktivisten distanziert sich die Heilsarmee von Homo-"Heilern".

Die Heilsarmee hat sich in den USA für die Verbreitung von homophoben Links auf ihrer Website entschuldigt. Das erklärte die christliche Freikirche in einem Brief an die LGBT-Gruppe "Truth Wins Out", die "homofeindlichen religiösen Extremismus" bekämpft. "Truth Wins Out" hatte zuvor die Heilsarmee auf Links zu Organisationen der Ex-Gay-Bewegung hingewiesen, die Homosexuelle "heilen" wollen. Der Forderung, diese Links zu entfernen, kam die Heilsarmee vor wenigen Tagen nach.

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Robbie Williams: "Ich bin zu 49 Prozent schwul"

Robbie Williams ist schwul. Naja, fast. Zur Hälfte, sagte der Superstar nun einem Magazin. Er möge einfach zu viel von dem Zeug, das Schwule mögen, wie etwa Musicals. Und sonst?
Robbie Williams findet sich selber zur Hälfte homosexuell. "Ich bin zu 49 Prozent schwul", sagte er dem Schwulenmagazin "Männer" in der Dezember-Ausgabe. 50 Prozent zu sagen, sei dann doch zu viel: "Weil das implizieren würde, dass ich Spaß mit Penissen haben müsste. Aber das habe ich nicht."

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Kommentar Andy

Ja genau, und ich bin die Oberhete weil... ich mag es absolut nicht, theatralisch, albern oder launisch zu sein. Schon gar nicht mit Doppeldeutigkeiten (was für ein Wort). Statt dessen bin ich gerne handwerklich tätig und habe Null Interesse an Modefummel jeglicher Art. Hach, Klischees sind doch schon was Tolles, gelle.

Allerdings habe ich ehrlich gesagt eher das Gefühl das der liebe Robbie Williams womöglich merkt das er auch älter wird. Ab und an mal ein kleiner Skandal hat schon bei so manch totgesagten Prominenten wahre Wunder gewirkt. Die Hauptsache ist doch, man bleibt im Gespräch. Mit was ist doch vollkommen gleichgültig.

Donnerstag, 28. November 2013

Wenn aus Vorurteilen Gewalt wird

Juden und Muslime, Homosexuelle oder Obdachlose sind die Opfer sogenannter "Hate Crimes". Um diese Hasskriminalität zu bekämpfen, fordern immer mehr Experten eine gesonderte Datenerfassung - auch in Deutschland. 

Eigentlich wollte Nasr Abdelaoui nur mal raus, ein paar Tage Urlaub machen. Kunst, Kultur und Wellness standen auf dem Programm. Doch die Ferien begannen mit einem Schockerlebnis. Gleich nach seiner Ankunft am Dresdener Hauptbahnhof wurde der 42-jährige Krankenpfleger aus Köln von jungen Neonazis attackiert. "Ich hörte Geschrei und laute Pöbeleien, drehte mich um und plötzlich kam eine Bierflasche auf mich zu geflogen." Dann ging alles ganz schnell. Die jungen Männer hatten es auf ihn abgesehen. Sein schwarzes lockiges Haar und sein dunkler Teint verwiesen auf seinen ausländischen Hintergrund. "Ich dachte, gleich geht es los." Nasr Abdelaoui hatte Glück an diesem Tag. Die Polizei konnte früh genug eingreifen und Schlimmeres verhindern. Doch das Erlebnis sitzt Nasr Abdelaoui bis heute im Nacken.

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Hannoverscher Landesbischof - Es gibt unterschiedliche Deutungen der Bibel

Hannover (idea) – Die Bibel bleibt Grundlage des evangelischen Glaubens und der Kirche. Jeder Christ kann sich, wenn er sich auf die biblischen Schriften bezieht, ein eigenständiges Urteil in Glaubensdingen bilden. Das hat der hannoversche Landesbischof Ralf Meister am 27. November in Hannover in seinem Bericht vor der Synode der 2,8 Millionen Mitglieder zählenden Landeskirche unterstrichen. Gleichzeitig hätten aber auch unterschiedliche Deutungen der biblischen Botschaft ihre Berechtigung, sagte Meister im Blick auf die heftigen Auseinandersetzungen um die Orientierungshilfe der EKD zu Ehe und Familie. Das Papier rückt von der traditionellen Ehe als alleiniger Norm ab und schließt etwa auch eingetragene gleichgeschlechtliche Lebensgemeinschaften ein. Der Landesbischof setzte sich insbesondere mit jenen kritischen Stellungnahmen auseinander, die der Orientierungshilfe vorwerfen, sie stelle sich in Gegensatz zur Bibel, die an keiner Stelle homosexuelle Praktiken positiv beurteilt.

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Bundesliga setzt Zeichen gegen Homophobie

Der Ligaverband setzt mit dem Beitritt zur "Berliner Erklärung" ein unmissverständliches Zeichen gegen Schwulen- und Lesbenfeindlichkeit. Die von der Bundesstiftung Magnus Hirschfeld initiierte Deklaration ist ein Bekenntnis zu Vielfalt, Respekt und Akzeptanz. Dabei erklären die Unterzeichner insbesondere, sich aktiv gegen Homophobie auf allen Ebenen des Sports einzusetzen.

"Weltoffenheit und Toleranz müssen Markenzeichen der Bundesliga sein. Dazu gehört auch ein klares Bekenntnis gegen Homophobie. Die sexuelle Orientierung darf genauso wenig wie Hautfarbe oder Religion ein Vorwand für Ausgrenzung und Ablehnung sein", sagt Liga-Präsident Dr. Reinhard Rauball: "Es ist beschämend, dass es auch in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich ist, wenn sich Menschen zu ihrer Homosexualität bekennen. Alle gesellschaftlichen Kräfte sind daher gefordert."

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